WASSERBALL
WSV-Wasserballer landen dreckigen Arbeitssieg gegen Frankfurt
„Da war eine Menge Respekt im Wasser“, bilanzierte WSV-Trainer Pierre Hilbich. Respekt vor den Distanzschützen der Frankfurter, die ihre zu großen Freiheiten immer wieder nutzten und das bislang sieglose Tabellenschlusslicht früh in Führung schossen. Dazu trug allerdings auch die im ersten Durchgang gruselige Angriffsleistung der Gastgeber bei. „Wir sind gerade dabei, auf ein anderes Spielsystem umzustellen, und die Systeme standen sich oft im Weg“, so Hilbich. Verheerend dabei über die gesamte Partie war dabei die Überzahlquote. Ganze drei Treffer gelangen den Ludwigshafenern aus zehn Gelegenheiten. Der zwischenzeitliche 3:6-Rückstand gab die gezeigten Kräfteverhältnisse gut wieder.
Der ehemalige Teamkapitän Hannes Schmitz hielt den WSV im Spiel, erzielte alle drei Treffer vor der Halbzeitpause und besorgte mit einem Doppelschlag in Durchgang drei auch den 5:6-Anschluss. Martin Görge traf mit dem ersten erfolgreichen Überzahlspiel der Gastgeber zum Ausgleich und erzielte 7,4 Sekunden vor der letzten Viertelpause mit dem 7:6 auch die erste WSV-Führung.
Kein Grund zur Euphorie
„Hannes hat uns im Spiel gehalten, so dass wir das Spiel gegen Ende dank unserer Konditionsvorteile noch drehen konnten“, fasste Trainer Hilbich die beiden letzten Viertel zusammen. Viel mehr als ein dreckiger Arbeitssieg sei gegen die Gäste, die von Anfang an auf Tempoverschleppung bedacht waren, ohnehin nicht zu erwarten gewesen. David Greine, Görge und natürlich Schmitz mit seinen Toren Nummer sechs und sieben besorgten den 11:7-Endstand.
Große Euphorie wollte danach nicht aufkommen. Zu ernüchternd war dabei die Leistung in den beiden ersten Vierteln, auch wenn Pierre Hilbich nicht seine Bestbesetzung ins Wasser schicken konnte. Nun haben die Ludwigshafener und ihr Trainerteam aber erst einmal eine Spielpause, um am neuen Spielsystem zu arbeiten. In zwei Wochen ist dann mit dem SC Neustadt die aktuelle Übermannschaft der Liga zu Gast im Hallenbad Süd.