WASSERBALL RHEINPFALZ Plus Artikel WSV der krasse Außenseiter

Den Ex-Kollegen eingeschenkt: Ahmed Mohamed.
Den Ex-Kollegen eingeschenkt: Ahmed Mohamed.

Die Wasserballer des WSV Vorwärts Ludwigshafen stehen vor einem der leichtesten Spiele der Saison. Der Zweitligist ist am Sonntag zu Gast bei der SGS München und dabei klar in der Außenseiterrolle. Los geht es um 12 Uhr.

„Die Anwurfzeit könnte das Unangenehmste an diesem Spiel sein“, haderte WSV-Mannschaftskapitän Benjamin Hettich. Durch den frühen Spielbeginn verschiebt sich auch die Abfahrtszeit in Ludwigshafen nach vorne. „Wir müssen wahrscheinlich schon um 6 Uhr los und müssen versuchen, in den Bussen noch ein bisschen Schlaf zu bekommen.“

Pokalaus nagt

Ansonsten sehen die Ludwigshafener dem Spiel beim Tabellenzweiten entspannt entgegen. „Wir haben nichts zu verlieren.“ Ohne Ehrgeiz fährt aber auch der WSV nicht nach München. Zum einen nagt das unglückliche Ausscheiden im Viertelfinale des süddeutschen Pokals noch an der Mannschaft von Pierre Hilbich.

Zum anderen wollen Spieler und Trainer auch den Eindruck aus der 10:17-Heimniederlage gegen die Münchner geraderücken. Vor allem der ehemalige WSV-Akteur Ahmed Mohamed hatte die Ludwigshafener mit seinen neun Treffern beinahe im Alleingang besiegt.

Viele Strafzeiten

„Wir müssen sehen, dass wir Yassi besser in den Griff bekommen“, nennt Hettich deshalb eine der wichtigsten Vorgaben. Allerdings lag das auch an einer Strafzeitenflut, die sich im Hinspiel über die Ludwigshafener ergoss. „Wir haben am Ende nicht mehr richtig gedeckt, weil niemand sich getraut hat, überhaupt hinzulangen“, sagte Trainer Hilbich damals.

Das habe man nun wieder etwas besser im Griff und konnte schon vor der Partie einen weiteren kleinen Sieg feiern, denn gespielt wird nicht im großen Olympiabad, sondern im vereinseigenen Bad der Münchner im kleinen Becken. „Das ist für uns vielleicht ein kleiner Vorteil“, hofft Hettich.

Er selbst und auch der zuletzt fehlende Martin Görge sind am Sonntag wieder mit von der Partie. „Und dann wollen wir versuchen, dass wir den Münchnern unser Spiel aufdrücken und sie nicht ihres durchsetzen können.“ Denn auch wenn die Favoritenrolle klar bei den Gastgebern liegt: Kampflos werden die Spieler des WSV Vorwärts Ludwigshafen die Punkte nicht beim Tabellenzweiten abliefern.

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