Ludwigshafen Von Brahms bis Belafonte

Beim Weihnachtskonzert im Scholl-Gymnasium standen Schüler aller Altersgruppen auf der Bühne.
Beim Weihnachtskonzert im Scholl-Gymnasium standen Schüler aller Altersgruppen auf der Bühne.

Bunt und vielfältig war das Weihnachtskonzert von Schülern und Lehrern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums am Dienstagabend. Ausführende waren Schüler aus allen Altersgruppen. Schulleiter Rüdiger Keil bedankte sich nach dem gut zweieinhalbstündigen Konzert mit sehr breitgefächertem Repertoire bei allen, die zum Erfolg des Abends beigetragen hatten.

Dass eine Muslima, nämlich Tuana Algül, ein jüdisches Lied (Tsur Mishelo) singe, sei für ihn gelebte Toleranz, ganz nach dem Schulmotto der Koexistenz, betonte der Schulleiter: „So wollen wir es an unserer Schule haben“, meinte er. Mit zwei sehr fröhlich anzuhörenden afrikanischen Liedern, Banaha (Kongo) und Bagagine (Guinea), starteten Unter- und Mittelstufen-Schüler unter der Leitung von Jörg Adler in den Abend. Während die Violinanfänger mit „Best of Violins“ zu hören waren, bewiesen Lisa (Violine) und Emily To (Klavier) mit der Sonate Nr. 2 G-Dur, op. 13, dritter Satz, von Edvard Grieg schon einige Meisterschaft an ihren Instrumenten. Originell war die Idee, die Geschichte des von Grieg vertonten Feenmärchens Peer Gynt von dem Schüler Florian Schmitt vorlesen zu lassen, während das Orchester unter der Leitung von Ulrike Braun „Ases Tod“ und „Solvejgs Lied“ intonierte. Aurelia Baur spielte anschließend einen Chopin-Walzer am Klavier. Schlicht „Trio“ hieß das melodiöse Stück mit Harfe (Amélie Schwarz), Viola (Valerie Rein) und Violoncello (Clara Geneste). Die Ouvertüre zu Claudio Monteverdis „Orfeo“ in moderner Form hatten sich Schüler der zwölften Klasse unter der Leitung von Sabine Nebel auf die Fahne geschrieben. Das Stück war mit Cajons (Kistentrommeln) sehr rhythmisch gestaltet und klang ganz einfach mitreißend. Ein Plädoyer für das Singen stimmte anschließend der Chor mit „Sing ein Lied, dann atmet das Leben“ an. „One Song“ und „Die wunderbarste Zeit“ von John Rutter folgten, er ist ein zeitgenössischer, bedeutender und populärer Komponist von Chormusik. Dann waren die Lehrer mit ihrem „L+L-Chor“ an der Reihe. „Ich wünschte jemand schrieb, darüber mal ein neues Weihnachtslied“, hieß es in dem Weihnachtslied aus der Gattung unkonventionell, während „Mary’s Boy Child“ von Jester Hairston eher in die Kategorie herkömmlich passte, Harry Belafonte und die Popgruppe Boney M. haben es weltweit berühmt gemacht. Unterstützt wurden die Lehrer, die mit sichtlichem Spaß bei der Sache waren, vom Chor und einer pensionierten Kollegin. Man habe immer mit einem inneren Schmunzeln geprobt, ließ die dafür verantwortliche Sabine Nebel wissen. Mit „Noel“ und „Christmas Time Again“ stellten sich Elftklässler unter Jutta Fischer vor. Für ihr „Perfect“ des momentan sehr angesagten Singer-Songwriters Ed Sheeran bekamen Tuana (Gesang) und Nilsu Algül (Gesang und Gitarre) tosenden Applaus. Zwei Unterstufenschüler, Nikolaj Helfenfinger und David Ansel, rappten mit ihrem Lehrer und von Kistentrommel und Klavier begleitet „Schöne Bescherung“ , während es anschließend mit Johannes Brahms Ungarischen Tanz Nr. 2 „klassisch“ weiterging. Vierhändig am Klavier spielten ihn Leon Lichtmannegger und Christian Lingenhöl. Der Rest des Schulkonzertabends gehörte dann der Jazz Band unter der Leitung von Jörg Adler, die bekannte und weniger bekannte sowie nicht unbedingt weihnachtliche Titel aus aller Welt wie Glenn Millers unsterblichen „Chatanooga Choo Choo“ spielten. Am Ende des Konzertes hieß es „Feliz Navidad“ zum Mitsingen für alle. Der Abend sei für ihn „wie Weihnachten“ gewesen, bedankte sich Schulleiter Rüdiger Keil bei allen Mitwirkenden und gab den beteiligten Schülern die erste Stunde am Mittwoch frei.

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