Ludwigshafen Ungeschlagen und unverzichtbar

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NEUHOFEN. Timo Kettner vom TuS Neuhofen hat in der abgelaufenen Saison etwas erreicht, was sonst keiner in der Badminton-Rheinland-Pfalz-Liga geschafft hat: Als einziger Spieler gewann er alle 14 Einzel. Und trug damit natürlich maßgeblich zum Aufstieg seines Teams in die Oberliga bei.

Badminton beim TuS Neuhofen ohne Timo Kettner – unvorstellbar. Von Kindesbeinen an spielt er dort; seinerzeit nahmen ihn seine Eltern mit in die Badmintonhalle und er blieb „hängen“. Inzwischen ist der Dritte der Südwestdeutschen Meisterschaften der U22 aus dem Jahr 2011 längst Neuhofens Aushängeschild. Darüber hinaus fungiert er nicht nur als Trainer und Mannschaftsführer, sondern ist nunmehr auch Leiter der zweitstärksten Abteilung nach Handball im TuS. Badminton ist Kettners Leidenschaft. So war er 2011 einer der Pro-tagonisten der Badminton-DVD „So funktioniert’s!“, die sich 120 Minuten lang mit allen Aspekten rund um Lauftechnik, Griffhaltungen, Schlagvarianten und -technik, Aufschlag, Aufschlagannahme sowie Einzel-, Doppel- und Mixedtaktiken und Spielzüge beschäftigt. Obwohl Kettner in der Vergangenheit immer wieder Angebote von Konkurrenzvereinen erhielt, blieb Neuhofens Nummer eins standhaft. „Dafür bin ich in dem Verein zu verwurzelt. Außerdem gelingt uns hier der Spagat zwischen Spaß und Leistung so hervorragend“, unterstreicht der Student für Ostasienwissenschaften an der Universität Heidelberg. Auch wenn die Saison inzwischen vorbei ist, hat der 24-Jährige derzeit viel um die Ohren. „Organisation, Terminplanung und die Anwerbung von neuen Spielern“, benennt er seine drei Hauptaufgaben. Und so tauscht er häufig den Badmintonschläger gegen Computertastatur und Telefon. Kettner ist keiner, der übermäßig viel trainiert. Ganz im Gegenteil. Mehr als zweimal pro Woche trifft man ihn selten an in der Rehbachhalle. Neben dem badmintonspezifischen Training stehen allerdings regelmäßig Kraft- und Ausdauereinheiten auf dem Programm. Der Neuhofener lebt von seinem Talent, wird aufgrund seiner finten- und trickreichen Spielweise von der Konkurrenz gefürchtet. Aufbrausend und hitzköpfig, so haben ihn seine Mitspieler früher häufig erlebt. Jugendsünden. „Mittlerweile bin ich ruhiger geworden, aber immer noch ziemlich ungeduldig, wenn es nicht läuft“, sagt der umtriebige Kettner lachend. Den Aufstieg hatten Kettner und sein Team bereits Anfang März klar gemacht. Jetzt will der Mannschaftsführer auch in der Oberliga ein gewichtiges Wörtchen mitreden. „Mit der einen oder anderen Verstärkung von außen können wir sicherlich auch oben mitspielen“, unterstreicht der Neuhofener, wenngleich der Klassenverbleib zunächst einmal oberste Priorität haben wird. Und selbstverständlich würde der Neuhofener am Ende der Saison gerne wieder die Schlagzeile lesen: „Kettner im Einzel unschlagbar.“

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