Ludwigshafen Uhl ganz cool

Armin Uhl ist dankbar für jeden Einsatz beim Bundesligisten AC Mutterstadt. Seine Einsätze in der Regionalliga-Staffel sieht er
Armin Uhl ist dankbar für jeden Einsatz beim Bundesligisten AC Mutterstadt. Seine Einsätze in der Regionalliga-Staffel sieht er nicht als Strafe.

«MUTTERSTADT.»Der Kader des Gewichtheber-Bundesligisten AC Mutterstadt ist qualitativ breit aufgestellt. Da dürfen sich die WM-Teilnehmer Max Lang und Tabea Tabel schon einmal schonen. Dafür kehrt Armin Uhl nach einer Pause heute Abend im Kurpfalzderby gegen den AC Germania St. Ilgen in den Kader zurück (19 Uhr, AC-Halle).

An die Leistungsgrenzen wird die Staffel von Dennis Eichner gegen den alten Erzrivalen aus den 1990er Jahren voraussichtlich nicht gehen müssen. Der ACM mit einer Saisonbestleistung von 867 Kilopunkten sollte gegen die Mannschaft aus dem Leimener Stadtteil (Bestleistung 698,8 Kp) den dritten Saisonsieg einfahren. Auf seinen Einsatz freut sich der vor sieben Jahren aus dem fränkischen Kitzingen in die Pfalz gewechselte Armin Uhl. „Ich bin froh, wieder einen Einsatz in der Ersten zu bekommen. Wir haben mittlerweile einen sehr guten Kader. Da gibt es momentan schon bessere Heber als ich. Aber das spornt mich eher an“, sagt Uhl. Uhl ist mit 27 Jahren der dienstälteste AC-Heber und war am Aufstieg von der Zweiten Liga in das Gewichtheber-Oberhaus mitbeteiligt. Der Dritte bei der deutschen Meisterschaft in der 85-Kilo-Klasse ist fit und hat sich 300 Kilogramm im Zweikampf zum Ziel gesetzt. „Ich glaube, dann wären alle zufrieden“, sagt Uhl. Sein Coach Dennis Eichner ist froh, einen Athleten wie Armin Uhl in seinen Reihen zu haben. „Der Armin ist unser Backup hinter den Top Sechs. Er sieht seine Einsätze in der Regionalliga nicht als Zurückstufung, sondern eher als Herausforderung und Motivation an. Solche Sportler wünscht sich jeder Trainer.“ Für Nationalheberin Lisa Marie Schweizer ist der Wettkampf gegen Sankt Ilgen ein Wiedersehen mit den ehemaligen Mannschaftskollegen. Vergangene Saison stemmte die 21-Jährige noch für die badische Staffel. Als zweite weibliche Starterin sammelt Nina Schroth Kilopunkte für den AC Mutterstadt. Die Ausländerfraktion bilden diesmal der Engländer Jack Oliver und der Österreicher Philipp Forster. Vervollständigt wird das Sextett von U-23-Nationalheber Michael Varlamov. Der Student wurde vor drei Wochen bei den Europameisterschaften Neunter. „Wenn es gut läuft, können wir mit unserer Staffel in Richtung 800 Kilopunkte marschieren. Wir wollen gegen Sankt Ilgen sicher gewinnen und uns dann auf den Kampf gegen den deutschen Meister AV 03 Speyer am 15. Dezember konzentrieren“, sagt Eichner. Im Vorfeld des Wettkampfes werden Jochen Borchert, Vizepräsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, und Patrick Fassott, Präsident des Gewichtheberverbandes Rheinland-Pfalz, den AC Mutterstadt offiziell als neues Landesleistungszentrum Gewichtheben ernennen.

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