Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Rat Fußgönheim: Müssen persönliche Angriffe wirklich sein?

Das neu erarbeitete Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt der Fußgönheimer Grundschule hat im Gemeinderat für eine Debatte ge
Das neu erarbeitete Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt der Fußgönheimer Grundschule hat im Gemeinderat für eine Debatte gesorgt.

Manchmal ist es unerträglich, der Diskussion im Gemeinderat Fußgönheim zuhören zu müssen.

Die Schillerschule legt ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt vor – und im Rat verläuft die Diskussion in Teilen so, als hätte die Schulleiterin mit persönlichen Maximalforderungen einen Frontalangriff auf die Dorfgemeinschaft gestartet. Es ist durchaus legitim, den Wunsch der Schule abzulehnen, die Turnhalle erst ab 17 Uhr für den Vereinssport freizugeben. Die große Frage ist aber: Warum bittet man die Schulleiterin nicht einfach, zur Ratssitzung anwesend zu sein, um die Gründe für diesen Wunsch zu erläutern? Warum schießen manche Ratsmitglieder lieber auf persönlicher Ebene gegen Martina Hauck, anstatt Sorge dafür zu tragen, dass gemeinsam eine Lösung für ein offenbar organisatorisches Problem gesucht wird? Entscheidungen in Schulen trifft die Gesamtkonferenz – unter der Beteiligung von Lehrkräften und Elternvertretern. Es gibt dort keine Alleinherrscher. Dass insbesondere der wortführende CDU-Vertreter dennoch so tat, als habe die Schulleiterin im Alleingang ein Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt für die Schillerschule erarbeitet und dabei jegliches Maß verloren, war unerträglich mitanzuhören.

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