Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Spielgemeinschaft nimmt konkrete Formen an

Angelina Schreyer sorgte am Wochenende für einen Schockmoment in der Günther-Braun-Halle.
Angelina Schreyer sorgte am Wochenende für einen Schockmoment in der Günther-Braun-Halle.

Mit 41:15 (18:7) besiegten die Damen der TSG Friesenheim in der Handball-Oberliga den TV Wellingen. Ein Pflichtsieg, der früh unter Dach und Fach war. Für TSG-Trainer Martin Buschsieper spielte das Ergebnis nur eine untergeordnete Rolle.

Die wichtigste Nachricht kam direkt von der Ersatzbank. In diese Richtung war Angelina Schreyer nach 14 Minuten mit einem Schmerzschrei vom Spielfeld gerannt. In einer eigentlich harmlosen Situation bei einem Laufduell war der stets mit vollem Körpereinsatz spielenden Kreis- und Abwehrspezialistin offensichtlich die vor zwei Jahren operierte Schulter aus dem Gelenk gesprungen. „Es war aber wohl mehr der Schreck“, beruhigte Buschsieper nach der Reaktion seiner Spielerin, die den Zuschauern in der TSG-Halle den Atem stocken ließ. Zur Halbzeit konnte Schreyer zumindest schon wieder etwas lächeln.

Spielerisch gab es hingegen keine Aufreger. Zwar dauerte es über drei Minuten, ehe Maike Freitag den ersten TSG-Treffer erzielte, bis zur Pause war die Begegnung beim 18:7 längst entschieden. „Wir haben unseren Stiefel mit Tempo durchgespielt und uns nicht dem Niveau des Gegners angepasst“, lobte der Trainer. Ein Fehler, der seiner noch immer sehr jungen Mannschaft in dieser Spielzeit schon häufiger unterlaufen ist. Mit mehr beschäftigt sich Buschsieper nicht. „Ich schaue, dass wir diese Runde ordentlich zu Ende spielen.“

Spielerinnen aus Ketsch wechseln zur TSG

In die Kaderplanung für seinen Nachfolger Eyub Erden ist er nicht mit eingebunden und auch die Verhandlungen für die geplante Spielgemeinschaft mit der TSG Ketsch sind nicht mehr sein Problem. „Ich kümmere mich im kommenden Jahr wieder ausschließlich um Männerhandball.“

Dafür hat Romina Heßler, die gegen Welling mit ihren sechs Treffern nach Lara Schneider (7) und gemeinsam mit Maike Freitag und Lucy Sulta zu den erfolgreichsten Torschützinnen zählte, noch einige Arbeit vor sich – und auch wieder nicht, denn die Kaderplanung sei schon recht weit. „Bis auf zwei, drei Personalien ist eigentlich alles schon geklärt“, erklärte sie nach dem Schlusspfiff. Der Großteil des Kaders habe für die kommende Spielzeit zugesagt. „Nach Ostern können wir dann auch unsere Neuzugänge bekanntgeben.“ Nur die anderen Vereine müssten noch informiert werden, sagt die 29-Jährige. Einige Spielerinnen sollen aus Ketsch in den Unterbau der Kurpfalz Bären kommen. „Die ist bei den Verbänden beantragt und auch genehmigt“, sieht Heßler keine größeren Klippen mehr in der Zusammenarbeit.

„Ich gehe davon aus, dass wir weiter in der Oberliga RPS spielen werden“, sagt sie. Die Wege zu Auswärtsfahrten seien kürzer als auf der badischen Seite. „Wir müssen nur noch sehen, in welcher Liga unsere zweite Mannschaft startet.“ Aber auch hier laufen die Gespräche gut. Die Spielgemeinschaft beschränke sich ohnehin auf die aktiven Mannschaften. „Die Jugendlichen müssen sich dann für einen Verein entscheiden. Es wird wohl so sein, dass der Leistungskader der Juniorinnen in Ketsch trainieren wird“, sagt Heßler.

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