Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Maudach: Kerwe wird am angestammten Platz gefeiert

Ein Prost auf die Maudacher Kerwe: Ortsvorsteherin Rita Augustin-Funck voriges Jahr in der Schilfstraße.
Ein Prost auf die Maudacher Kerwe: Ortsvorsteherin Rita Augustin-Funck voriges Jahr in der Schilfstraße.

Die Maudacher Kerwe soll am bisherigen Standort bleiben. Das hat die Lukom als Organisatorin dem Ortsbeirat bestätigt. An einer anderen Baustelle ist Ortsvorsteherin Rita Augustin-Funck auf ihrer wohl letzten Sitzung der Geduldsfaden gerissen.

In seiner Sitzung am Dienstag stimmte das gesamte Gremium für einen Antrag der CDU, der den Verbleib der Kerwe am bisherigen Standort in der Schilfstraße fordert. Die Diskussion um den Kerweplatz an der Schilfstraße war wegen Bauvorhaben in der Umgebung aufgekommen, etwa für eine neue Kindertagesstätte. Die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom) bestätigte zwar grundsätzliche Überlegungen für eine Verlegung der Kerwe an einen anderen Platz, sie seien aber verworfen worden. Vielmehr sei die Lukom bestrebt, sie am bisherigen Standort zu halten, auch mit eventuellen Einschränkungen durch Baumaßnahmen, die dann in den Planungen berücksichtigt würden.

So sei der Baustart für die Kita nach vorliegenden Informationen bereits für August geplant, werde also bereits die nächste Kerwe betreffen. Der an der Baustelle anliegende Bürgersteig werde dann gesperrt sein. Eine Baustellenausfahrt sei nach jetziger Planung in der Schilfstraße aber nicht zu erwarten. Der ehemalige Schotterplatz an der Ecke Nelkestraße werde wegen eines privaten Bauvorhabens ebenfalls nicht mehr frei sein, teilte die Lukom weiter mit.

Wie der städtische Bereich Gebäudewirtschaft zum Kita-Neubau informierte, ist die Baugenehmigung im Dezember erteilt worden. Im Januar habe die Ausführungsplanung begonnen, im April soll das Ausschreibungsverfahren starten. Ein Baubeginn sei ab Mitte 2024 denkbar. Aktuell seien kampfmitteltechnische Untersuchungen einer Vielzahl von Verdachtspunkten erforderlich. Für den Kostenrahmen müsse das Ergebnis der Ausschreibungen abgewartet werden, so der Fachbereich.

In einem Schreiben bedauerte der Fachbereich Grünflächen und Friedhöfe gegenüber dem Beirat, dass es „wegen voller Auftragsbücher der Firmen zu Verzögerungen und Unzufriedenheit in der zeitlichen Abwicklung der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Friedhofsmauer gekommen ist“. Der Beginn der Arbeiten sei für den 4. März zugesagt worden. „Sie haben angefangen zu bauen, ein Betonsockel wurde gemacht“, bestätigte Kurt Sippel (SPD).

Davon ist man beim Dauerthema Sanierung der Maudacher Straße offenbar noch ein Stück entfernt, wie Ortsvorsteherin Rita Augustin-Funck (CDU) in ihrer letzten regulären Sitzung vor ihrem freiwilligen Ausscheiden bedauerte. Zuständig für eine Förderung sei der Landesbetrieb Mobilität. Sobald ein bürokratisches Hindernis für die Straßensanierung erledigt worden sei, werde das nächste aufgebaut und ein neuerlicher Nachweis verlangt, machte sie aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. So gehe dies seit Jahren. Dabei gleiche die Hauptdurchgangsstraße mit Busverkehr einem Flickenteppich. Ständig erreichten sie Beschwerden von Anwohnern wegen des Lärms und der Erschütterungen, die auch den Häusern zusetzten. „Es hat mich wütend gemacht“, erklärte Augustin-Funck. Sie habe einen Beschwerdebrief an den Landesbetrieb Mobilität in Koblenz verfasst, teilte sie weiter mit.

Für die Übergabe des neuen Aufzugs am Maudacher Schloss steht indes ein konkreter Termin im Raum: Am 8. November soll er betriebsbereit sein.

x