Handball
Informationsaustausch im Torwart-Arbeitskreis
Ob das Spiel beim punktgleichen (10) Tabellenelften SG BBM Bietigheim mit dem spanischen Cheftrainer Iker Romero in der Ege-Trans-Arena tatsächlich stattfindet, war lange Zeit nicht klar. Am Freitagabend dann die Absage. Mehrere neuerliche Corona-Verdachtsfälle bei den Eulen zwangen die HBL die Partie zu verschieben. Hinzu kamen kranke und verletzte Spieler. Deshalb trainierte Klatt unter der Woche mit einer Rumpftruppe.
Torwart Ziga Urbic gehörte da dazu. „Der ist jetzt voll in Deutschland und der Zweiten Liga angekommen“, sagt Klatt über den 24 Jahre alten Slowenen, der mit seiner Freundin in Mundenheim wohnt und sich dort sehr wohl fühlt. „Ich weiß um sein Potenzial und bin mit seiner Entwicklung zufrieden“, urteilt Klatt weiter über den 1,90 Meter großen Keeper, der zuletzt bei den Siegen in Würzburg, gegen Coburg und beim Remis gegen den HC Elbflorenz Dresden die Kohlen aus dem Feuer holte. „Ich glaube aber, dass er noch viel mehr kann“, sagt der Eulen-Coach weiter über den trainingsfleißigen Torwart.
Das fuchtelnde Vorbild auf der Tribüne
„Klar, meine Leistung könnte immer noch ein bisschen besser sein“, sagt der studierte Elektrotechniker lachend. So diskutierte er nach dem Heimspiel am Samstag gegen die Dresdener noch minutenlang mit seinem Torwartkollegen Matej Asanin und seinem Vorgänger im Eulen-Tor und großen Vorbild, Gorazd Škof, einzelne Szenen des Spiels. Altmeister Škof, der am Dienstag in Ludwigshafen am Knie operiert wurde, hatte schon von der Tribüne immer mal Zeichen gegeben, was Urbic im Kasten vielleicht noch besser machen könnte. „Das war schon ein bisschen komisch, aber ich habe natürlich hingeschaut“, sagt Urbic. Und natürlich hatte er auch nach Škofs Operation, den er gerne mal in der A-Nationalmannschaft beerben würde, Kontakt zu seinem Landsmann. „Die Operation ist gut verlaufen. Alles okay, es geht ihm gut“, erzählt Urbic.
Und was kam eigentlich raus im besagten Torwart-Arbeitskreis? „Zum Beispiel, dass ich bei einem Wurf von halbrechts hätte länger warten müssen, zu früh in die Bewegung gegangen bin. Oder dass mein Kopf höher sein und ich nicht zu früh nach unten gehen soll“, sagt Urbic dankbar für solche Hinweise. Selbst gelernt hat er längst, dass in der Zweiten Liga jeder Gegner nur schlagbar ist, wenn das eigene Team 100 Prozent bringe. „Mit 90 Prozent kommst du da normal nicht durch“, sagt Urbic. Klingt nach einem klaren Plan für ihn und das Eulen-Team am Samstag in Bietigheim.