Handball
HSG Friesenheim-Hochdorf legt Protest gegen Phantomtor ein
Der endgültige Spielausgang gegen Neuhausen ist noch immer nicht geklärt. „Wir haben Protest eingelegt“, verkündete der Sportliche Leiter der HSG, Martin Buschsieper. Grund dafür ist ein mögliches Phantomtor, dass die Gäste beim Spielstand von 18:18 durch einen Fehler am Zeitnehmertisch zugesprochen bekommen haben. Der Einspruch ist aber ein zweischneidiges Schwert, weiß Buschsieper. „Ich habe bislang in meiner Laufbahn vier Mal Protest eingelegt. Vier Mal wurde dem stattgegeben und ein Wiederholungsspiel angesetzt“, berichtet er.
So ein Wiederholungsspiel wäre in diesem Fall aber, vom engen Spielplan abgesehen, gar nicht im Sinne der HSG. Denn diese hatte sich gegen die favorisierten Gäste immerhin einen Punkt erkämpft. Im Falle einer neuerlichen Begegnung würde die HSG möglicherweise mit leeren Händen dastehen. „Wir wollen deshalb kein Wiederholungsspiel, sondern im Sinne der Risikominimierung nur, dass der eine Treffer der Gäste aberkannt wird“, sagt Buschsieper. Ob dem so stattgegeben wird, war unter der Woche noch offen. „Normalerweise wird über so einen Einspruch schnell entschieden. Am schnellsten geht es, wenn der Einspruch abgelehnt wird“, wusste Buschsieper.
Klare Vorgabe vom Trainer
Für Trainer Gabriel Schmiedt ist die Partie aus der Vorwoche ohnehin bereits abgehakt. „Rein vom Spielverlauf her war das für uns ein Punktgewinn.“ Gefallen haben ihm dabei vor allem die Leistung und der Kampf in der zweiten Hälfte. „Daran wollen wir auch gegen Bieberau anknüpfen“, sagt er. Vor Beginn der Abstiegsrunde waren die Südhessen für Schmiedt eine der stärksten Mannschaften in der Abstiegsrunde. Nach zwei Niederlagen stehen die Hessen allerdings unter Zugzwang. „Es wird deshalb sicherlich ein sehr interessantes Spiel“, vermutet der HSG-Trainer. Er baut vor eigenem Publikum nicht allein auf das zuletzt wiedergewonnene Selbstvertrauen, sondern auch auf die Unterstützung der Zuschauer, die gegen Neuhausen ihren Anteil am Punktgewinn hatten. „Wir wollen deshalb alle gemeinsam an die Vorwoche anknüpfen“, betont Schmiedt.
Mit dem stärksten Aufgebot
Er selbst geht davon aus, dass ihm sein kompletter Kader zur Verfügung stehen wird und warnt vor den starken Gästen. „Das ist ein insgesamt ambitionierter Kader mit sehr erfahrenen Spielern.“ Die Stärken der Mannschaft liegen in einer kompakten Abwehr und einem sehr starken Rückraum, der durch die Bank auch aus zehn Metern noch Torgefahr ausstrahlt. „Das müssen wir verhindern. Wir müssen uns in der Abwehr gut bewegen“, gibt er die taktische Marschroute vor. Und mit der Einstellung und dem Siegeswillen aus der Vorwoche sollen auch die Punkte gegen Bieberau im TVH-Sportzentrum bleiben – am besten beide und ohne einen nachträglichen Protest.