Ludwigshafen Handball: Nur Unentschieden zum Abschied

Ludwigshafen (env). Mit einem vor allem von den Offensivreihen geprägten 38:38 (17:18) gegen den ThSV Eisenach verabschiedeten sich die A-Junioren der TSG Friesenheim vom eigenen Publikum aus der A-Jugend-Bundesliga. Saisonabschluss für die Friesenheimer ist am kommenden Wochenende bei Spitzenreiter Leipzig.

Nur mit der Angriffsleistung war TSG-Trainer Thorsten Schmid zufrieden. Die Partie fand jedoch nicht seinen Beifall. „Wir haben 60 Minuten lang ohne Abwehr gespielt“, haderte er. Tatsächlich wirkten die Gäste, obwohl im Rennen um einen der ersten sechs Plätze und damit die direkte Qualifikation für die kommende Spielzeit in der höchsten Jugendspielklasse chancenlos, bissiger. Sie zeigten in der Deckung den deutlich größeren Willen. „Diese Leidenschaft habe ich bei meinen Spielern vermisst“, kritisierte Schmid. Und auch der Angriff stotterte zunächst. Eisenach nahm mit einer offensiven 5-1-Deckungsvariante TSG-Spielmacher Tim Götz zumindest zu Beginn aus dem Spiel. Dagegen waren die beiden bundesligaerfahrenen Jonas Richhardt und Jonas Bogatzki im Rückraum der Eisenacher von Beginn an auf Betriebstemperatur. Sie erzielten elf der 18 Treffer für die Gäste. Die TSG-Torleute, Leon Hoblaj kam nach zehn Minuten für den frustrierten Max Kächele und wurde im zweiten Durchgang wiederum durch Loic Modzinski abgelöst, traf keine Schuld. Immerhin gewann der Angriff mit zunehmender Spieldauer mehr Sicherheit. Für Thorsten Schmid keine Überraschung: „Hier haben wir genug Qualität, um Tore zu erzielen.“ Nach dem zwischenzeitlichen 7:12 (14.) drehte vor allem Tim Götz auf, erzielte fünf seiner neun Tore bis zur Pause und war maßgeblich daran beteiligt, dass es nur mit einem 17:18-Rückstand in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel übernahm in der Schlussviertelstunde Alexander Falk das Zepter mit sechs Treffern, erzielte 20 Sekunden vor dem Ende auch den 38:38-Ausgleich. Zu wenig für Schmid, der sich vor den eigenen Fans einen erfolgreichen und vor allem kämpferischeren Abschied gewünscht hätte. Aber auch eine 31:28-Führung (Falk, 50.) reichte nicht, weil die Abwehrgeister der TSG weiter sanft schlummerten. Eisenach kämpfte sich wieder heran, lag eine Minute vor Schluss gar mit 38:37 in Führung. Aber auch sie brachten den Sieg nicht über die Zeit. Das Remis ändert an der Tabellensituation nichts. Die Jungeulen hatten den Qualifikationsplatz sechs bereits vorher sicher. So spielten sie TSG Friesenheim: Kächele, Hoblaj, Modzinski - Falk (9), Götz (9/3), Schleidweiler (4) - Freitag (3), Bayer (6) - Willner (1) - Zentgraf, Lenz (2), Jäger, Brahm (2), Meisel (1) Spielfilm: 5:8 (9.), 7:12 (14.), 17:18 Hz., 22:21 (39.), 31:28 (50.), 37:38 (59. 38:38 Ende - Zeitstrafen: 3:3 – Siebenmeter: 3/3 – 5/4 – Beste Spieler: Kächele, Hoblaj, Modzinski – Richhardt, Bogatzki – Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Treburg).

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