Ludwigshafen Glanzleistung gegen Vizemeister

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Hochdorf-Assenheim. Leutershausen erwischte zur ungewohnten Drittliga-Handballzeit am Mittwochabend den besseren Start. Dreieinhalb Minuten benötigten die Gastgeber für den ersten Torerfolg, neun Minuten dauerte es, bis der bis dahin chancenlose Sandro Sitter im Hochdorfer Tor zum ersten Mal seine Hand an den Ball bekam. Pech, dass seine Parade gegen den Rheingönheimer Philipp Bauer bei Leutershausens Kreisläufer Hannes Volk landete, der zum 6:4 für die Gäste traf. „Wir waren im 6-0 zu wenig aggressiv. Das wurde erst mit der Umstellung auf eine 3-2-1-Abwehr besser“, analysierte Hochdorfs Rückraumspieler Christopher Klee den Zeitpunkt für die Wende. Das 9:5 durch den von der Siebenmeterlinie fehlerfreien Christopher Räpple war der letzte Höhepunkt für die SG Leutershausen. Denn Hochdorf übernahm nun das Ruder. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir eine überragende Abwehr gespielt“, lobte sich TVH-Trainer Marco Sliwa selbst ein wenig für den taktischen Kunstgriff, den auch SGL-Coach Marc Nagel neidlos anerkannte: „Marco hat da an den richtigen taktischen Stellschrauben gedreht.“ Und der TVH drehte damit bis zum Seitenwechsel das Spiel. Mit mehr Aggressivität in der Abwehr, aber auch im Angriff wurde der Vizemeister entzaubert. Bezeichnend der Doppelschlag zur ersten Führung für die Gastgeber. „Da haben wir in ungefähr drei Sekunden zwei Tore gefangen“, erklärte Nagel. Erst traf Bühler per Gegenstoß zum 9:9-Ausgleich, dann stahl Beutler eine versuchte schnelle Mitte der Gäste, schaltete blitzschnell, bediente Niklas Schwenzer und der brachte die Gastgeber erstmals in Führung. Der Einsatz von Jan Claussen war nach dem Auswärtssieg in Herrenberg vom Samstag fraglich. Kurz vor dem Seitenwechsel unterstrich der 24-Jährige seine Bedeutung, hatte mit seinen drei Treffern maßgeblichen Anteil an der 15:12-Pausenführung. Diese geriet schließlich im zweiten Durchgang zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Im Gegenteil. Der TV Hochdorf schwang sich im vorletzten Heimspiel der Saison zu einer echten Galavorstellung auf, zeigte, warum die Mannschaft nun schon seit acht Spielen ohne Niederlage ist und beendete damit zugleich die Serie der SG Leutershausen, die zuvor seit elf Partien ohne doppelten Punktverlust war. Viel mehr als Frustaktionen kamen nicht mehr von den Gästen. Unschöner Höhepunkt dabei der Gesichtstreffer von Jochen Geppert gegen Christopher Klee (57.), der vom guten Schiedsrichtergespann Stefan Walter und Florian Weinig zu Recht mit der roten Karte bestraft wurde. Die folgende kurze Rudelbildung löste sich aber in Wohlgefallen auf. Der TV Hochdorf gab die Antwort spielerisch mit einer Torfolge von Alexander Falk (30:24), Jan Clausen (31:24) und Tim Beutler (32:24) und distanzierte damit den Vizemeister bis zum Schlusspfiff mit acht Treffern. Trainer Marco Sliwa strahlte: „Wir spielen zur Zeit einen richtig guten Handball. So wollen wir am Samstag auch den Meister Konstanz schlagen. Das wird eine schwere Aufgabe aber wenn wir das abrufen, was wir können, dann ist das machbar.“ Dann feierte er mit der Mannschaft vor der begeisterten Kulisse den „Derbysieger“. Der SGL machte die Niederlage nicht viel aus. Der Traditionsverein wird kommende Saison in der Zweiten Bundesliga spielen, weil zum aktuellen Zeitpunkt keine zweitplatzierte Mannschaft aus den anderen Dritten Ligen aufsteigen will. So spielten sie TVH: Sitter, Schulte – Lanninger (4), Beutler (4), Claussen (9) – Falk (4), Schwenzer (2/1) – Bühler (7/3) – Job (1), Klee (1), Labroue, van Marwick, Matschke, Unger Spielfilm: 2:5 (5.), 12:12 (24.), 15:12 Hz., 27:23 (52.) – Zeitstrafen: 9:4 – Rote Karten: Job (41.) – Geppert (57.) - Siebenmeter: 5/4 – 5/5 – Beste Spieler: Beutler, Claussen, Klee – Bauer, Geppert – Zuschauer: 500 – Schiedsrichter: Walter/Weinig (Gerolshofen).

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