Fussball
FC Arminia vor schwerer Pokalhürde in Hüffelsheim
Fußball-Oberligist FC Arminia Ludwigshafen gastiert am Mittwoch, 19.30 Uhr, im Achtelfinale des Verbandspokals beim Verbandsliga-Neuling SG Hüffelsheim. Eine knifflige Aufgabe.
Die Hüffelsheimer haben am Wochenende mit einem 5:1-Auswärtssieg bei Mitaufsteiger TuS Hohenecken ein Ausrufezeichen gesetzt. Das von André Weingärtner trainierte Team steht auf Rang sechs, hat Tuchfühlung zur Spitzengruppe und bereits 29 Treffer erzielt. Auch in der vergangenen Saison kam die SG im Pokal bis ins Achtelfinale, lieferte noch als Landesligist dem FV Dudenhofen einen heißen Kampf und unterlag erst in der Verlängerung 2:3. Für den 1945 gegründeten Verein, der auf einem Naturrasen spielt, ist der Aufstieg in die Verbandsliga der größte sportliche Erfolg. Hüffelsheim ist ein Dorf mit knapp 1300 Einwohnern und liegt im Südwesten von Bad Kreuznach.
„Unser Gegnerbeobachter Werner Adler hat Hüffelsheim schon zweimal gesehen und wird mich noch detailliert informieren. Auch bei meinem früheren Mitspieler Nico Pantano habe ich Erkundigungen eingezogen“, berichtet FCA-Trainer Matteo Monetta. Pantano gewann mit seinem aktuellen Klub TuS Mechtersheim vor gut drei Wochen 2:1 in Hüffelsheim. Im Kader der SG stünden einige Akteure, die bei Schott Mainz Oberliga-Erfahrung gesammelt hätten. „Egal wie, das wird eine ganz schwere Aufgabe bei einer sehr guten Mannschaft“, warnt Monetta.
Nicht zu Unrecht, denn für den FCA ist es das vierte Spiel binnen elf Tagen. Da stellt sich die Frage, das Gerüst der zuletzt zweimal siegreichen Mannschaft unverändert lassen? Oder auf eine Rotation zurückgreifen, um die Belastung auf mehrere Schultern zu verteilen. „Wie wir das machen, entscheide ich kurzfristig“, sagt der Coach. Vermutlich wird es eine Mischung aus beiden Varianten. Anbieten würde sich, den an einer Oberschenkelverhärtung laborierenden Yakup Polat zu schonen und dafür Philip Krischa, eigentlich ein gesetzter Leistungsträger, zu bringen. Auch Flügelstürmer Sebastian Beikert könnte beginnen. Dagegen fällt Wal Fall, der nach langer Verletzungspause gegen Worms ein Kurzcomeback gegeben hatte, aus beruflichen Gründen aus.
Am Sonntag stand ein 30- bis 35-minütiger Lauf an, den jeder für sich absolvierte. „Das ist als Anschwitzen oder aktive Erholung gedacht und gerade in einer englischen Woche ideal“, erklärt der Übungsleiter. Monetta verrät großen Ehrgeiz, wenn er sagt, dass man in Hüffelsheim ungeachtet der Oberligarunde, wo trotz der zwei Siege das Punktekonto weiter aufgestockt werden muss, unbedingt weiterkommen will.
Er selbst weiß, welch hohen Stellenwert ein Finale in diesem Wettbewerb hat. „Ich war als Spieler 2009 mit Oggersheim gegen Worms und 2011 mit Nöttingen gegen Sandhausen im Endspiel gestanden. Leider gingen beide Partien verloren“, blickt der Coach zurück. In der Serie 2009/10 spielte er dennoch im DFB-Pokal, weil er zur neuen Saison zur Wormatia wechselte. In der ersten Runde gegen die SpVgg Fürth stand Monetta in der Startformation. Die Partie endete 0:1, wobei das entscheidende Tor in der letzten Minute der Verlängerung fiel. Solche Aussichten sind doch ein schöner Anreiz für die Begegnung in Hüffelsheim.