Buga 23Essen zwischen Blumen: Gastronomie auf der Bundesgartenschau
Streetfood unter dem Hallendach: Die Gastronomie präsentiert sich pfiffig.
Was bei einer Großveranstaltung auf den Teller kommt, ist oft ein heikles Thema. Auf dem Spinelli-Gelände ist die Auswahl groß – und bisweilen exotisch.
Ein Besuch der Bundesgartenschau macht hungrig und durstig. Immerhin umfasst die Mannheimer Blumenschau mit Luisenpark und ehemaligem Militärgelände satte 100 Hektar Fläche. Für so eine stramme Wanderung muss auch die Verpflegung stimmen. Hier hat die Buga 23 einiges zu bieten. Wer offen für Experimente ist, kann auch einen Insektenburger kosten.
Wie sich jetzt herausstellt, hat Buga-Geschäftsführer Michael Schnellbach mit seiner Prognose vor etwa drei Jahren, 1000 Tage vor der Eröffnung, knapp danebengelegen: „Die Erfahrung der letzten 20 Jahre zeigt, dass sich die Besucher in den ersten drei Wochen über die Eintrittspreise, über die Öffnungszeiten und über die Gastronomie beschweren – wenn auch in wechselnder Reihenfolge.“ Und tatsächlich waren die Eintrittspreise bereits im unmittelbaren Vorfeld ein Thema. Alles andere wurde wenige Tage nach dem Start bislang von der Diskussion um den Auftritt einer Seniorentanzgruppe überlagert.
Aus Erfahrungen gelernt
Ein Schild weist auf den hierzulande unüblichen Snack hin.
Auf den ersten Blick gibt es am Speisenangebot, das sich auf Spinelli zentral in der U-Halle befindet und mit vielen weiteren Ständen über das Gelände verteilt, ohnehin nichts auszusetzen. Zumal die Macher aus der Erfahrung des Spinelli-Fests vor zweieinhalb Jahren gelernt haben, als die Nachhaltigkeit so großgeschrieben wurde, dass es auf den gesamten 62 Hektar nicht einmal eine traditionelle Bratwurst mit Pommes zu kaufen gab. Unter den Besuchern sorgte das damals beinahe für Entrüstung. Dazu besteht jetzt kein Grund mehr. Egal ob Imbiss oder vollwertige Mahlzeit – niemand muss das Spinelli-Areal hungrig oder durstig verlassen.
Dafür sorgt beispielsweise ein kleiner Weinstand der Schriesheimer Winzergenossenschaft. Gleich gegenüber verwöhnen die Landfrauen mit ihren Spezialitäten. Zumindest an den Wochenenden, denn unter der Woche bleiben die Läden hier geschlossen. Größte Verpflegungsstelle in der U-Halle ist „Spinellis Kitchen“. Das Konzept eines Markt-Restaurants ist in der Region nicht unbekannt. Bereits vor rund 30 Jahren versuchten die Marché-Mövenpick-Restaurants in der Region Fuß zu fassen, waren einer der Ankerpunkte im damals neu eröffneten Stadthaus N1. Eine Fläche, die mittlerweile von einem Supermarkt und einem asiatischen Restaurant belegt wird.
Es muss nicht immer Heuschrecke sein
Im Biergarten ist am Freitag nicht viel los.
Gut sieht es allemal aus, wenn sich die Besucher das Tablett mit Salaten vollladen können, als Hauptgerichte zwischen handfesten Maultaschen, Rinderroulade oder auch Schnitzel mit Pommes auswählen können. Es muss schließlich nicht immer Heuschrecke sein, auch wenn Insektensnacks ebenfalls im Angebot sind. Über das Interesse daran schweigen sich die befragten Restaurant-Mitarbeiter im Übrigen aus.
Italienisch mit der rustikalen Pizza-Variante „Pinsa“ oder auch Pasta geht es bei Apero am Kopfende der Halle zu. Der Restaurantraum mit den rund 100 Sitzplätzen ist an diesem Tag gut besucht. Draußen war es doch ein wenig zu ungemütlich. „Das Essen hier ist gut“, sagt Erika Vondung, die hier ihre Mittagspause verbringt. „Wir sind mit 40 Frauen aus Würzburg gekommen“, erzählt sie. Sie schwärmt aber lieber von der spannenden Gestaltung auf dem Freigelände als von der Pasta auf ihrem Teller.
Selbstverpfleger gibt es auch
Direkt gegenüber ist der sogenannte Streetfood Markt. Hier gibt es den Insektenburger. Wobei nähere Informationen dazu an diesem Tag im Dunkeln bleiben. Es scheitert schlicht an der Sprachbarriere zum Personal. Das kann lediglich bestätigen, dass es sich bei einem Teil der Bratlinge wirklich um Insekten handelt („Ja“). Direkt daneben gibt es Asiatisches aus einem Bereich zwischen Bangkok und Tokio.
Hannah und Rudolf Schmitt aus Sinsheim haben ohnehin vorgesorgt. „Wir haben Brote und eine Thermoskanne dabei.“ Selbstverpflegung ist auf der Buga erlaubt. Und Sitzgelegenheiten für die Vesper zwischendurch gibt es im Blumenmeer ebenfalls genug.
Alle Infos, Artikel und Geschichten zur Bundesgartenschau auf einen Blick!
Informationen zum Eintritt, den Dauerkarten oder der Anreise: Hier finden Sie alle Artikel zur Bundesgartenschau 2023 in Mannheim. Dazu gehören Fakten zur Seilbahn, ein Überblick über die Gastronomie und Erfahrungen der ersten Buga-Besucher. Außerdem erklären wir, wo Luisenpark und Spinelli-Park genau liegen, was auf der Bundesgartenschau erlaubt und verboten ist und berichten über Veranstaltungen und Events.
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