Ludwigshafen Eppels neue Rolle

LUDWIGSHAFEN. Den dritten Sieg in Folge strebt Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen an. Am Samstag, 15.30 Uhr, sind die Arminen Gast bei der SpVgg Burgbrohl. Mittelfeldspieler Daniel Eppel nähert sich so langsam seiner Vorjahresform.
In der vergangenen Saison spielte Daniel Eppel überragend. Er erzielte als defensiver Mittelfeldspieler die meisten Tore (acht) und war mit 17 RHEINPFALZ-Bestnoten stärkster Akteur der Arminia. In dieser Spielzeit kam der 26-jährige ehemalige Schifferstadter schwer in Tritt. Eppel hatte weniger Ballkontakte, spielte mitunter auffällig unauffällig und setzte so kaum Akzente. „Man kann die beiden Spielzeiten nicht miteinander vergleichen. Mit Steffen Litzel habe ich mich im Vorjahr blind verstanden. Im Moment fehlt noch die Feinabstimmung und ich spiele eine andere Rolle“, erklärt Eppel. Damit meint er wohl, dass Litzel in der „Doppelsechs“ den defensiveren Part spielte. Was im Übrigen auf für Denis Schuler gilt. Jan Rillig hingegen ist wie Eppel einer, der verstärkt Impulse nach vorne setzen kann. Beim Treffer zum 2:1 gegen Hertha Wiesbach hat das Zusammenspiel ideal funktioniert. Rillig leitete den Angriff ein, Eppel schloss ihn ab. Zu den vielen Fehlzeiten wichtiger Spieler – auch Eppel verpasste zwei Partien – hat der Chemiestudent seine eigene Ansicht und verweist auf den großen Kader. „Dafür spielen wir bei der Arminia. Hier kann man Hobby und Beruf verbinden. Ich war auch fünf Tage weg und bin frisch und befreit zurückgekommen“, sagt Eppel, der auch im Prüfungsstress steckte. Er kommt jetzt ins Vertiefungsstudium. Die letzten vier Semester stehen an. „Daniel kommt wieder in die Spur. Man muss auch ihm mal ein kleines Tief zugestehen“, verdeutlicht Trainer Thomas Fichtner. Der Mann mit der Nummer 6 sei mit seiner hohen Präsenz und seiner Ruhe am Ball immens wichtig für die Mannschaft. „Außerdem ist Daniel einer, der viel von sich selbst erwartet und Verantwortung übernimmt“, sagt der Coach. Burgbrohl hat in Hauenstein 80 Minuten lang ein 0:0 gehalten und erst dann in Unterzahl 0:1 verloren. Das dürfte als Warnung genügen. (thl)