Handball Dritte Liga: VTV Mundenheim zu Hause im Kellerduell
Aaron Schleidweiler ist ein zentraler Spieler bei den Mundenheimern. Die Position als stellvertretender Spielführer unterstreicht den Stellenwert des Kreisläufers ebenso wie die 84 Feldtore, mit denen er die interne Torschützenliste bei den VTV anführt. Ein wenig überraschend kam daher die Nachricht, dass er in der kommenden Spielzeit kürzertreten will und sich seinem Heimatverein Dudenhofen/Schifferstadt anschließen wird. „Aber es ist für mich selbstverständlich, dass ich bis dahin alles für den Klassenerhalt geben werde“, kündigte er an.
Dazu gehört der volle Einsatz am Samstag im Heimspiel gegen den TV Korschenbroich (19.30 Uhr in der Tribünenhalle des Schulzentrums Mundenheim). „Wir waren in Korschenbroich in der Abwehr zu nachlässig und vorne nicht konsequent genug bei der Chancenverwertung“, sagt Schleidweiler. Beides müsse im Heimspiel dringend besser werden. Darüber hinaus sei das Spiel der Nordrhein-Westfalen insgesamt ein wenig kreislastig. „Das müssen wir unterbinden“, lautet daher seine Forderung.
Weiter viele Verletzte
Darüber hinaus warten die VTV seit neun Spielen, seit Mitte Oktober, auf ein Erfolgserlebnis, sind in der Zwischenzeit in die direkten Abstiegsränge gerutscht. Nur Siege helfen dabei, sich zumindest vorsichtig wieder an die Nichtabstiegsplätze anzunähern.
Personell sieht es dafür aber weiterhin keineswegs gut aus. Gegenüber der Vorwoche rechnet Schleidweiler nicht mit Rückkehrern aus dem Mundenheimer Lazarett. Im Gegenteil: Bruder Simon Schleidweiler, der in der Vorwoche ausgeholfen hatte, werde im Heimspiel sicher nicht mit von der Partie sein. „Dabei weiß ich selbst nicht genau, welche Absprache Simon mit unserem Trainerteam getroffen hat.“ So seien weitere Einsätze möglich – nur eben nicht an diesem Samstag. Da sind Aaron und Bastian Schleidweiler als Brüder auf sich allein gestellt. Und für beide gelte: „Wir wollen uns mit dem Klassenerhalt aus Mundenheim verabschieden“, bekräftigte Aaron. Dafür müssen sich die VTV allerdings nicht allein gegenüber dem Hinspiel, sondern auch gegenüber der Vorwoche in Wetzlar steigern. „Wir hatten in der ersten Hälfte zu viele technische Fehler. Am Ende hat uns vielleicht auch ein bisschen die Kraft gefehlt“, bilanziert der Kreisläufer. Beides Ausreden, die am Samstag nicht gelten. Und erst recht nicht in der darauffolgenden Woche, wenn das Derby beim HLZ Friesenheim-Hochdorf ansteht. Das spiele in der aktuellen Vorbereitung noch gar keine Rolle. Es zählen nur die Punkte gegen Korschenbroich.