Kommentar Bundesgartenschau mit Luisenpark war der Clou
Besonders viel Aufmerksamkeit hat die Bundesgartenschau zweimal bekommen. Zum Auftakt am 14. April, als sich zur feierlichen Eröffnung der Bundespräsident die Ehre gab. Und am 24. Mai, als eine Seniorinnen-Tanzgruppe der Arbeiterwohlfahrt ihren großen Auftritt auf der Hauptbühne hatte. Dem Programmpunkt vorausgegangen war ein skurriler Streit um die Kostüme, der unter dem Stichwort „Sombrero-Posse“ im Gedächtnis geblieben ist. Die Veranstalter hatten den Damen im Vorfeld vorgeworfen, mit ihren internationalen Kostümen kulturelle Stereotype zu bedienen. Der Auftritt stand daraufhin auf der Kippe.
Die Buga darauf zu reduzieren, wäre freilich unfair. Sie hat Mannheim ihren Stempel aufgedrückt. Als absoluter Clou hat sich erwiesen, den Luisenpark in die Veranstaltung zu integrieren. Der Schauplatz der Bundesgartenschau 1975 hat auch 48 Jahre später nichts von seinem Charme eingebüßt. Und: Die Entscheidung machte den Einsatz einer Seilbahn über den Neckar möglich, die sich als die größte Attraktion entpuppen sollte. Wer auf dem Spinelli-Gelände durchaus Energie und Interesse aufbringen musste, damit sich das Konzept erschließt, konnte im Luisenpark ganz einfach relaxen.