Ludwigshafen Awo-Vorsitzender zu Kindergrundsicherung: Arme Kinder bleiben arm

Die Kindergrundsicherung deckt nicht den Bedarf an Schulmaterialien, kritisiert Holger Scharff.
Die Kindergrundsicherung deckt nicht den Bedarf an Schulmaterialien, kritisiert Holger Scharff.

Immer mehr Schulkinder haben Schwierigkeiten, das Lehr- und Lernmaterial für die Schule zu bezahlen. Das beklagt der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Holger Scharff, im Kontext der Debatte über die Kindergrundsicherung. Die Kosten für Farbkasten, Malstifte, Füller und Hefte seien über die Zeit auch immer teurer geworden und würden durch die Erstattung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket schon lange nicht mehr gedeckt. Hinzu komme, dass immer mehr Schulen dazu übergehen, die Schüler auf elektronische Hilfsmittel einzustellen und für Hausaufgaben ein IPad, PC, Drucker und ähnliche Dinge benötigt würden. All dies seien Kosten, die nicht erstattet werden. Auch die Kosten für einen Sportverein oder für Nachhilfeunterricht würden nur mit vielen Schwierigkeiten bei der Beantragung an die Kinder ausbezahlt. Die Beantragung müsse einfacher werden, und alle Materialien, die für die Schule gebraucht werden, müssten für die Kinder, deren Eltern nicht zahlen können, bezahlt werden, fordert Scharff. „Bildung für alle gleich bedeutet auch, dass jeder das gleiche Schulmaterial haben muss – egal was für Kosten dafür für die staatlichen Haushalte entstehen.“

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