Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Anpacktag: 100 Freiwillige gestalten den Ebertpark neu

Packten beim Anpacktag kräftig mit an: Mitarbeiter der BASF bauten im Ludwigshafener Ebertpark unter anderem Jugendbänke, Insekt
Packten beim Anpacktag kräftig mit an: Mitarbeiter der BASF bauten im Ludwigshafener Ebertpark unter anderem Jugendbänke, Insektenhotels und Spielgeräte auf. Auch Zwiebeln landeten im hohen Bogen auf den Grünflächen.

Mit vereinten Kräften wurde beim Anpacktag der Ebertpark verschönert: Die Freiwilligen stellten Spielgeräte auf, bauten Nistkästen und schufen einen besonderen Fitnesspark.

Der Anpacktag hat im Werk Ludwigshafen eine lange Tradition. Mit vielen Freiwilligen lässt sich schließlich einiges bewegen. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Kindertagesstätten renoviert, Reinigungsaktionen durchgeführt oder der Freiwilligentag der Metropolregion unterstützt. „Vereinte Kräfte für ein lebenswertes Umfeld in unserer Nachbarschaft, in Ludwigshafen und der Region – das war von Anfang an das Motto“, erklärte Helmut Winterling, President European Site & Verbund Management der BASF, zum Auftakt an der Konzertmuschel.

Im Jubiläumsjahr wurde praktisch in allen Bereichen des Ebertparks gearbeitet, neue Spielgeräte und Jugendbänke aufgebaut, Nistkästen und Insektenhotels bereitgestellt oder eben auch ein Calisthenics-Parcours zusammengeschraubt. Richtig angewandt ist das ein ganzes Fitnessstudio unter freiem Himmel und ohne Kosten.

Calisthenics-Park für die Fitness

Bei Calisthenics – obwohl englisch ausgesprochen – handelt es sich um ein zusammengesetztes Wort aus „kallos“ und „sthenos“, was „Schönheit“ und „Kraft“ bedeutet. Calisthenics sind Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Dreh- und Angelpunkt der Szene sind Klettergerüste in sogenannten Calisthenics-Parks. Diese umfassen in der Regel Stangen verschiedener Höhe und Position, welche Barren und Reck nachempfunden sind – ein Repertoire des klassischen Geräteturnens mit diversen akrobatischen Übungen, die, professionell ausgeführt, fast schon zirkusreif daherkommen.

Dabei war schon der Aufbau keine leichte Übung. Die mitgelieferte Bauanleitung stand dem schwedischen Vorbild ganz offensichtlich in Nichts nach. Und genau wie beim Billy-Regal und dem Kleiderschrank Kleppstad gingen auch beim Turngerüst die Meinungen deutlich auseinander, ob es nun Säule einS, zwei oder drei war, die als Mittelbalken vorgesehen ist.

Anders als bei den Möbelstücken, an denen sich schon ganze Generationen Neubewohner und Umzugshelfer vom zusammen- und wieder auseinanderschrauben Blasen an den Fingern geholt haben, hat der Zusammenbau eines Calisthenic-Gerüstes etwas Endgültiges.

Die Bauteile werden aus Sicherheitsgründen im Anschluss in die Erde betoniert. Ein „verdammt, wir schrauben es noch mal schnell auseinander und montieren es dann richtig“ fällt im Ebertpark daher flach. Immerhin muss das Übungsgerät im Anschluss im Optimalfall gleich das Gewicht mehrerer Kraftpakete aushalten.

120 Kubikmetern Holzschnitzel verteilt

Bis jedoch auch im Ebertpark geübt und geturnt werden kann, vergeht, trotz des gemeinsamen Einsatzes von Anilinern und städtischen Mitarbeitern, noch ein wenig Zeit.

Damit die Sportler und Kinder weich fallen, wurden Hackschnitzel unter den Spiel- und Fitnessgeräten verteilt.
Damit die Sportler und Kinder weich fallen, wurden Hackschnitzel unter den Spiel- und Fitnessgeräten verteilt.

Was nämlich auf der Fläche im südöstlichen Parkabschnitt noch fehlt, ist die Sicherung. Mit rund 120 Kubikmetern Holzschnitzel sollen eventuelle Stürze möglichst weich abgefedert werden. Und zwar nicht nur die der Calisthenics-Athleten, sondern auch an der benachbarten Kinderschaukel. Die war nicht nur deutlich einfacher zu montieren, sondern ist im Anschluss in der Handhabung auch für Ungeübte deutlich besser geeignet als bei Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht.

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) dankte allen Beteiligten des Anpacktags – BASF-Mitarbeitenden ebenso wie den städtischen Angestellten: „Sie alle tragen dazu bei, dass der Ebertpark noch ein kleines bisschen attraktiver geworden ist.“

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