Ludwigshafen Aktuell notiert: Nach BASF-Termin: FWG enttäuscht von OB Lohse
Weil sie am Montag nur Parteifreunde zur Aussprache mit BASF-Verantwortlichen wegen des Unglücks vom 17. Oktober eingeladen habe, kritisieren die Freien Wähler Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU). Als OB aller Bürger hätte Lohse Vertreter aus allen Fraktionen der Kommunalpolitik einladen müssen, so FWG-Fraktionschef Rainer Metz. Neben Lohse diskutierten Staatsministerin Maria Böhmer und die Landtagsabgeordneten Christian Baldauf (Frankenthal) sowie Marion Schneid (Ludwigshafen, alle CDU) mit BASF-Chef Kurt Bock und Vorstandskollegin Margret Suckale. Böhmer sagte, sie habe das BASF-Gespräch gemeinsam mit Lohse initiiert. Trotz der Kritik begrüßt die FWG die Einberufung einer Sondersitzung des Stadtrats zum BASF-Unglück. Die FWG erwartet dabei „Antworten auf Fragen der verunsicherten Bevölkerung“. Etwa, ob die Krankenhäuser im Katastrophenfall ausreichend ausgestattet seien. Zu einer Gedenkfeier nach dem Explosionsunglück in der BASF laden die evangelische und katholische Kirche am Sonntag in Oppau ein. „Wir wollen der Opfer gedenken und unserer Trauer und Beunruhigung Raum geben“, teilten die beiden Dekane Barbara Kohlstruck und Alban Meißner gestern Abend mit. Die Gedenkfeier findet um 17 Uhr in der Katholische Kirche St. Martin in Oppau, Kirchenstraße 8, statt. Eingeladen sind alle Betroffenen, Angehörigen und Kollegen der drei Todesopfer und der Verletzten sowie alle Hilfs- und Einsatzkräfte. „Manche werden sich von den schrecklichen Erlebnissen und Bildern nie mehr ganz befreien können“, sagten die Dekane weiter, die gemeinsam mit den Beauftragten für Notfallseelsorge beider Kirchen die Feier gestalten werden. Im Werksteil Nord der BASF wird heute eine Anlage wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb genommen. Überschüssige Gase werden über eine Fackel verbrannt. Dabei kann es laut BASF ab den Morgenstunden zu sichtbarem Feuerschein kommen. Zudem kann es durch die schrittweise Inbetriebnahme der beiden Steamcracker der BASF in Ludwigshafen in den kommenden Tagen weiterhin zu Fackeltätigkeit und Geräuschentwicklung in den nördlichen Stadtteilen kommen. |ier