Handball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Jugend der mHSG Friesenheim-Hochdorf belohnt sich nicht

mHSG-Spieler Levin Bohn zeigte gegen Balingen-Weilstetten eine starke Leistung.
mHSG-Spieler Levin Bohn zeigte gegen Balingen-Weilstetten eine starke Leistung.

Die männliche A-Jugend des Handball-Leistungszentrum (HLZ) Friesenheim-Hochdorf bleibt in der Bundesliga weiter ohne Sieg. Trotzdem darf das Team in der bald anstehenden Pokalrunde auf einen Verbleib in der höchsten Klasse hoffen.

Der erste Saisonsieg war zum Greifen nah. Aber am Ende stand der A-Jugend-Bundesligist mHSG Friesenheim-Hochdorf wieder einmal mit leeren Händen da. Nach einer äußerst engagierten Leistung musste sich die Mannschaft von Trainer Martin Röhrig dem Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten mit 27:28 (14:16) Toren geschlagen geben. 40 Sekunden vor dem Ende traf Colin Händel vom rechten Flügel zum glücklichen Siegtreffer. Im Gegenzug scheiterte kurz vor dem Abpfiff David Wolsieffer nach einem von Levin Bohn eingeleiteten Kempa-Trick am gegnerischen Torhüter Nikolas Hajdu.

„Es tut schon sehr weh, wenn man so unglücklich verliert“, sagt Levin Bohn. Der 18-Jährige hatte noch wenige Sekunden davor mit seinem vierten Treffer zum 27:27 die Chance für seine Mannschaft gewahrt, wieder einmal punkten zu können. „Die Moral war heute da, wir haben alles versucht, aber am Ende war doch der eine oder andere Fehler zu viel“, meinte der Rückraumspieler. Dabei lagen die Gastgeber in der ersten Hälfte mit Ausnahme des Ausgleichs zum 6:6 stets zurück und schafften mit viel Leidenschaft in der 28. Minute durch den starken Jakob Chrust den 13:13 Ausgleich.

Starker Torwart Winheim hält Team im Spiel

Dabei profitierte die Mannschaft auch von den Glanztaten ihres Torhüters Nicolai Winheim, der mit seinen Paraden seine Vorderleute im Spiel hielt. Mit Jan Schmitt im Innenblock hatten die Gäste von der Alb mehr Schwierigkeiten als erwartet. Die Spielgemeinschaft zeigte viel Herz, aber ihre Taten wurden nicht mit der Führung belohnt. Balingen zog wieder in Front, aber die Gastgeber gaben sich zu keiner Phase geschlagen.

In der 40 Minute traf erneut der überragende Bohn aus dem linken Rückraum zum 20:20-Ausgleich, ehe im nächsten Angriff Chrust nach einem Abpraller vom Pfosten erstmals die Führung gelang. Die mHSG agierte ruhig und ohne Hektik und verteidigte bis zur 55. Minute die knappe Führung. Auch, weil Nicolai Winheim einen Wurf von Collin Händel von der rechten Außenposition parierte.

Zwei Minuten für Trainer Röhrig als Knackpunkt

Im Gegenzug wurde Lennart Fink am Kreis unsanft von seinem Gegner gebremst. Der fällige Siebenmeter blieb aus. Das kritisierte Cheftrainer Martin Röhrig. Dafür sah er zunächst die Gelbe Karte, dann gab es zwei Minuten. Der Knackpunkt? In Überzahl gelang den Gästen den Ausgleich durch Händel, dann sorgte Mischa Locher nach einem gescheiterten Wurf von Bohn für die 26:25-Führung der Gäste. Die Partie blieb spannend bis zur Schlusssekunde, aber am Ende wurde die bisher stärkste Saisonleistung nicht belohnt.

Trotzdem war Cheftrainer Martin Röhrig voll des Lobes für seine Mannschaft. „Die zwei Minuten gegen mich nehme ich auf meine Kappe, das hätte nicht passieren dürfen, unabhängig, ob das berechtigt war oder nicht. Heute kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Sie hat von der ersten bis zur letzten Minute leidenschaftlich gekämpft, hat alles versucht. Das war das beste Spiel in der laufenden Saison“, so Röhrig. Besonders freute er sich über die Rückkehr von Spielmacher Ben Stolle, dem nach langer Verletzungspause noch die Spielpraxis fehlte, aber die Mannschaft nochmals ein Stück weiterbringen kann. Das ist auch notwendig, wenn die mHSG in der bald beginnenden Pokalrunde die Weichen für den Ligaverbleib stellen möchte.

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