Wolllmesheim Wollmesheim feiert seinen Dorfplatz

Für Rollatorfahrer und andere mobilitätseingeschärnkte Menschen soll bald noch eine barrierefreue Bushaltestellen gebaut werden.
Für Rollatorfahrer und andere mobilitätseingeschärnkte Menschen soll bald noch eine barrierefreue Bushaltestellen gebaut werden.

Die aufgestellten Kerwe-Bänke reichten nicht, es mussten weitere geholt werden. Denn die Eröffnung des neuen Dorfplatzes von Wollmesheim zog viele Bewohner aus dem Ort an.

Seit 1970 gibt es den Wollmesheimer Dorfplatz, entstanden aus dem damals aufgelassenen Pfarrgarten. Doch nach 50 Jahren war er in die Jahre gekommen. Eine Grundsanierung war fällig. Am Wochenende konnte der neu gestaltene Platz nun eingeweiht werden. Lukas Hartmann, als Beigeordneter zuständig für das Gebäudemanagement der Stadt Landau (GML), erinnerte in seinem Grußwort daran, dass Rheinland-Pfalz kurz vor Corona das Programm „Kommune der Zukunft“ aufgelegt und Landau für seine acht Stadtdörfer rund 1,5 Millionen Euro daraus erhalten hatte. Jedes Stadtdorf konnte in den vergangenen Jahren ein Projekt umsetzen, um das Dorf attraktiver zu machen. Wollmesheim hatte sich für die umfangreiche Sanierung des Dorfplatzes entschieden, berichtete Kost.

Die über 100 Jahre alten Kastanienn haben jetzt mehr Platz und Sickerfläche.
Die über 100 Jahre alten Kastanienn haben jetzt mehr Platz und Sickerfläche.

Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Ortsbeirates und der Bürgerschaft entwickelte Pläne und Konzepte. Da das Geld aus dem Landestopf nicht reichte, sprang das GML als Eigentümer des Dorfgemeinschaftshauses ein. Die Bankgruppe rund um die historische und denkmalgeschützte Waage wurde durch Spenden finanziert. Eine Bank kostet mit Aufstellung und Sicherung knapp 2000 Euro. Kost berichtete, dass eine Bank von der Sparkassenstiftung und eine zweite von Gisela Kalvoda, Kinderärztin in Wollmesheim, finanziert worden seien. Die Kosten für die dritte seien von einem anonymen Spender übernommen worden. „Diesen unbekannten Spender kennen Sie alle“, lüftete Bürgermeister Maximilian Ingenthron ist seinem Grußwort den Schleier, „es ist euer Ortsvorsteher Rolf Kost.“ Geplant ist noch eine Überdachung der Sitzgruppe, damit auch bei feuchtem Wetter die Menschen einen Treffpunkt haben. Dafür werden noch Spender gesucht. Laut Hartmann soll dort auch noch eine barrierefreie Bushaltestelle entstehen.

Zweimal die Woche Boule

Die Bänke unter den über 100 Jahre alten Kastanien, die durch die Sanierung des Platzes mehr Raum und Sickerfläche bekamen, waren gut gefüllt, als Rolf Kost mit dem Verlesen eines Gedichtes seines Vor-Vorgängers Günther Theobald über die Geschichte des Dorfplatzes den Platz offiziell „in Betrieb nahm“. Kost ist sich sicher, seine Wollmesheimer werden viele gute Anlässe finden, um den Platz als Dorfmittelpunkt zu nutzen.

Eine feste Aktivität gibt es schon: sonntags und mittwochs treffen sich dort Boule-Spieler, um elsässisches Flair in die Südpfalz zu bringen. Und natürlich werden in Zukunft auch der 1. Mai und die Wollmesheimer Kerwe auf dem Platz gefeiert.

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