Basketball
TV Bad Bergzabern erwischt einen ganz miesen Tag
Nur die ersten fünf Minuten flutschte es bei den Südpfälzern. Ein Drei-Punkte-Treffer von Jan Wroblewski eröffnete das Match. In der Anfangsphase lag die Mannschaft um Spielertrainer Jeremy Black noch vorne – bis zum 9:7. Danach gaben die Gäste klar den Ton an. Das Ergebnis am Ende sieht enger aus, als es der Spielverlauf über die komplette Spielzeit hergab – da Bergzaberns Basketballer nach dem ersten Viertel bereits 15:23 zurücklagen, noch vor Seitenwechsel komplett ins Hintertreffen gerieten und im dritten Durchgang den starken TV Langen nur noch aus der Distanz sahen (40:61, 30.).
„Langen hat eine Super-Truppe beisammen. Der TVL spielte tollen Basketball“, sagte TVB-Spielmacher Martin Langenfeld. „Wir haben uns in der Verteidigung schwer getan und zu viele einfache Gegentreffer zugelassen.“ Im letzten Viertel drehten die lange harmlosen Einheimischen auf und kämpften sich Punkt um Punkt an die deutlich führenden Hessen heran. Der letzte Abschnitt (21:13) war die einzige Spielzeit, die der TVB für sich entscheiden konnte. 46:63, 50:64, 59:73. Es wurde enger, doch zur Wende reichte es nicht. Langens Sieg war zu keiner Minute in Gefahr.
Nicht gut verteidigt, schlecht getroffen
„Ende der zweiten Hälfte sind wir aufgewacht, agierten intensiver in den Zweikämpfen. Aber das kam zu spät. Gegen eine so starke Mannschaft gewinnst du nur, wenn du über die meiste Zeit des Spiels die Intensität hoch hältst“, zeigte sich Kapitän Langenfeld als fairer Verlierer. „Wir haben zu schlecht getroffen, um den Gegner ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.“
Langen habe gefühlt in jedem Angriff perfekt einen Spieler für den Korbabschluss freigespielt, empfand Andreas Offenhäußer aus Klingenmünster. Der Sportwart des TVB-Basketballer und des Basketballverbandes Pfalz konkretisierte seine Beobachtungen: „Durch die freien Würfe waren es einfache Treffer, die dem TVB weh taten. Auf der anderen Seite fehlte Bergzabern das Wurfglück.“
Beispielhaft für die große Punkteflaute: Während die TVB-Cracks sonst aus der Distanz ein gutes Händchen haben und zu den stärkeren Weitwurf-Teams der Liga zählen, fielen am Samstagabend nur vier Dreier in Langens Reuse. Zu wenig für einen Heimsieg – das fand auch Jan Wroblewski: „Schwach verteidigt, schlechte Reboundleistung, zu wenig Kommunikation auf dem Feld. Zu allem Überfluss erwischten wir offensiv einen ganz, ganz schlechten Tag.“