Handball
Trainerwechsel beim TV Offenbach: Tobias Job für Holger Schwab
Schwab sprach von einer schweren Entscheidung, die er so in seiner Trainerlaufbahn noch nie habe treffen müssen: „Ich hätte zu Rundenende sowieso aufgehört, weil ich einfach keine Kraft mehr habe“, sagt Schwab, der jetzt Pause machen möchte. Im Familienbetrieb habe er zwei Großkunden dazu bekommen, was so nicht abzusehen gewesen sei. „Für uns bedeutet das einen großen Mehraufwand. Teilweise arbeite ich zwölf Stunden, fahre dann eine Stunde nach Offenbach und komme gerade noch rechtzeitig zum Training. Mit Spiel- und Trainingsvorbereitung wird mir das alles zu viel.“ Er habe auf der Bank bei Spielen gespürt, dass er nicht mehr die Energie habe, die es als Trainer brauche.
„Sehr bedauerlich“
Marco Gensheimer teilte mit, er finde „es persönlich sehr bedauerlich“. Mehr als zehn Jahre leitet er schon die sportlichen Geschicke im aktiven Bereich der Handballer des TVO. „Ich habe in den Gesprächen mit Holger bemerkt, dass er ausgebrannt wirkt und kann seine Entscheidung nachvollziehen. Wir sind zwar schon im Leistungsbereich, allerdings keine Profihandballer. Schule, Ausbildung, Beruf und vor allem Gesundheit gehen immer vor.“
Job sagt zunächst bis Rundenende zu
Eine schnelle Lösung hat Gensheimer, der gut vernetzt ist, schon parat. Tobias Job, Bruder von OBZK-Coach Christian Job, war bereits bis Ende der Saison 2013/14 beim TVO aktiv. Er kommt aus einer Handballpause, seine letzte Station war die TSG Haßloch in der Dritten Liga. Gensheimer: „Der Kontakt zwischen Tobias und mir ist nie abgerissen. Es gab keine Zeit zu verlieren, und ich habe direkt nach dem Gespräch mit Holger nach einer Lösung gesucht. Wir sind froh, dass wir so schnell einen Nachfolger, der zunächst bis Rundenende zugesagt hat, präsentieren können.“