Lokalsport Südpfalz Handball: Glück entscheidet sich für Offenbachs Gegner

LUDWIGSHAFEN (wij). Der TV Offenbach war nahe dran am dritten Saisonsieg in der Handball-Oberliga. Es sollte nicht sein. Gastgeber TSG Friesenheim II, der Aufsteiger, feierte einen glücklichen 20:19 (8:10)-Erfolg, seinen dritten in Folge.
Überragender Akteur bei den Gastgebern war Torhüter Lennart Schulte, der in der Schlussphase seine Mannschaft mit einigen spektakulären Paraden vor einem möglichen Rückstand bewahrte. Am Ende waren die „Junioreulen“ erleichtert. 21 Sekunden vor dem Abpfiff nutzte Nils Eckhardt, der Rechtshänder auf der rechten Außenbahn, eine Lücke in der gegnerischen Abwehr und traf. Welch ein Glück, denn kurz zuvor hatten die Südpfälzer nochmals ausgeglichen, nachdem Robin Unger mit einem sicher verwandelten Siebenmeter (58.) die Führung für die Hausherren gesichert hatte. Friesenheim hatte nach dem 2:1 erst in der 55. Minute nach einem Tempogegenstoß von Robin Unger wieder die Führung übernommen (18:17). Es war ein Kampf zweier starker Abwehrreihen. „Es war beeindruckend, dass sich keine der beiden Mannschaften einen Millimeter Boden geschenkt hat“, meinte TSG-Trainer Martin Röhrig. Kleinigkeiten waren es, die Offenbach, das ohne vier verletzte Spieler die Reise nach Ludwigshafen antrat, im Spiel hielten. Zum Matchwinner wurde in den letzten zehn Minuten TSG-Torwart Lennart Schulte. Der Student der Sportwissenschaften parierte einen Wurf des Ex-Ruchheimer Thomas Betz, danach scheiterte Offenbachs Routinier Christoph Morio an ihm. Mit einem Doppelschlag durch Timo Stauch und Robin Unger schaffte Friesenheim die Wende und ließ die Hoffnung auf einen Punkt keimen. Am Ende wurden es sogar zwei. „Ein Unentschieden wäre eigentlich gerecht gewesen“, waren sich TVO-Coach Michael Pfeil und Röhrig einig. „Uns hat einfach am Ende das nötige Glück gefehlt“, bedauerte Pfeil.