Lokalsport Südpfalz frauenhandball: Erden macht’s: Trainer in Kandel
KANDEL. Der 46-jährige Germersheimer Eyub Erden wird in der kommenden Saison Trainer beim Frauenhandball-Drittligisten TSV Kandel. Kandels Sportlicher Leiter Jens Rührer, früher selbst mal Trainer der Frauen, bestätigte das.
Für den A-Lizenz-Inhaber Erden, der seit vielen Jahren im Männerbereich tätig ist (unter anderem TV Offenbach und TV Hochdorf), ist es der erste Trainerjob mit einer Frauenmannschaft: „Ich bin seit 21 Jahren Trainer und habe alle Klassen bis hin zur Zweiten Bundesliga trainiert. Der Reiz liegt darin, in den Frauenhandball einzusteigen und dort neue Erfahrungen zu sammeln. Da in der Pfalz im Frauenhandball der TSV Kandel die Nummer eins ist, lag die Entscheidung nahe.“ Gespräche mit dem TSV habe es bereits vor zwei Jahren gegeben. Damals hatte Erden jedoch bereits der SG Graben-Neudorf, seinem aktuellen Verein, zugesagt. „Als die Verantwortlichen in diesem Jahr erneut auf mich zukamen, hat es einfach gepasst“, so Erden. Er sieht die Stärke der Mannschaft darin, dass sie aus einer guten Mischung von erfahrenen und jungen Spielerinnen besteht. „Man sieht auch, dass die Moral und der Charakter der Mannschaft ganz stark sind, vor allem in schwächeren Phasen eines Spiels. Sie lassen den Kopf nicht hängen und kämpfen sich wieder ins Spiel zurück“, schwärmt er von den Kandeler Bienen. „Christina Wilhelm ist Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft. Die größte Gefahr geht von ihr aus, was die Mannschaft ausrechenbar macht. Für die kommende Runde müssen die anderen Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen.“ Zuversichtlich ist Erden, wenn es um den Klassenerhalt des TSV in der Dritten Liga geht: „Als Aufsteiger aus der Oberliga RPS steht Kandel auf einem hervorragenden Tabellenplatz. Da haben die beiden Trainer (Ralf Jochim und Nils Brandt, A. d. R.) und die Verantwortlichen tolle Arbeit geleistet.“ Personell sieht er seine künftige Mannschaft gut aufgestellt: „Wir wollen nicht viel ändern. Mein Ziel ist es, eine Mannschaft zusammenzustellen, die auf allen Positionen doppelt gut besetzt ist.“ Erden ist sich sicher, dass Spieler, die ihn und seine Spielweise als Trainer kennenlernen durften, zu Beginn der neuen Saison auch bei den Kandeler Bienen seine Handschrift erkennen können. |meo