Lokalsport Südpfalz Die Rollen sind verteilt

«STEINWEILER.» Im Pokal-Halbfinale des Fußballkreises Südpfalz sind die Rollen verteilt: Beim Spiel FSV Steinweiler - TSV 08 Freckenfeld am Ostersonntag ist der Gastgeber im Vorteil, am Montag reist der A-Klassen-Zweite TuS Frankweiler/Gleisweiler/ Siebeldingen als Favorit zum klassentieferen FC Viktoria Neupotz. Spielbeginn: immer um 14.30 Uhr.
Der FSV Steinweiler führt mit 47 Punkten die Tabelle der B-Klasse Ost an, sein Gegner auf Rang vier hat 15 Zähler weniger. Im heimischen Rott ist die Elf von Carsten Neumann eine Macht, seit Oktober 2016 (1:4 gegen TSG Jockgrim II) ist sie zu Hause ungeschlagen. Freckenfelds Spielertrainer Heiko Herzenstiel sagt: „Die gegnerische Kaderqualität ist sehr hoch, der FSV würde auch in der A-Klasse oben mitspielen.“ In der Winterpause kehrte Luca Anders, der Topscorer der Vorjahre, vom Bezirksligisten VTG Queichhambach zurück. Die Gäste müssen auf Verteidiger Nico Memmer (Sprunggelenkverletzung) verzichten. Die Trainingseinheiten hat Herzenstiel mit Trainerkollege Mike Kempf auf den Gegner abgestimmt: „Vielleicht kann der David die wenigen Schwächen des Gegners ausnutzen.“ FSV-Edelfan Heidi Knauber fiebert dem Familienduell entgegen. Ihr Sohn Dirk Knauber trifft als Abwehrchef in der Innenverteidigung auf Freckenfelds Goalgetter Manuel Kober (13 Saisontreffer). Beide wohnen in Steinweiler. Der 29-jährige Kober bringt seinem Schwager großen Respekt entgegen: „Dirk ist zweikampfstark und hat eine tolle Spieleröffnung. Zudem ist er formkonstanter als ich, er liefert ganz selten eine schlechte Leistung ab.“ Knauber (27) arbeitet nach dem Informatikstudium bei einer Kandeler Spezialfirma. Kober ist mit dessen Schwester verheiratet, sie haben einen kleinen Sohn. Er hat nach abgeschlossener Ausbildung als Fachkraft für Logistik die Meisterprüfung abgelegt und ist beim „Daimler“ in Wörth beschäftigt. Das Punktspiel im Oktober gewann der FSV zu Hause mit 3:1. Dennis Schneider erzielte dabei zwei seiner bisher 17 Saisontreffer. Neupotz’ Fußballboss Ronny Berdel sah am vergangenen Sonntag beim mühsamen 3:2-Sieg der Viktoria gegen den Vorletzten FC Leimersheim die schlechteste Saisonleistung. Er redet seinen Spielern ins Gewissen: „Wir dürfen auf keinen Fall erneut so unkonzentriert auftreten. Doch oft hat eine schlechte Generalprobe positive Seiten, das ist meine Hoffnung.“ Im Viertelfinale am 10. Februar brachte die Viktoria dem designierten A-Klassen-Meister SV Olympia Rheinzabern beim 2:1-Sieg die erste Pflichtspielniederlage der Saison bei. Der zentrale Mittelfeldspieler Patrick Hörner kann wieder dabei sein. „Wir wollen alles dafür tun, dass dieser Saisonhöhepunkt auf dem Rasen stattfinden kann. Der Hartplatz wäre nur eine unumgängliche Notlösung“, verspricht Berdel. Frankweilers Spielertrainer Julian Roth nimmt die Favoritenrolle an: „Nachdem viele Mitfavoriten im Laufe des Wettbewerbs gepatzt haben, wollen wir den Pokal an die Dagobertstraße holen.“ Neupotz stehe verdient im Halbfinale. Kapitän Mathias Täumer fällt aus (Kreuzbandriss), Roth plagen Rückenschmerzen. Der frühere Zeiskamer Tom Simon droht auszufallen, er zog sich beim 4:2-Sieg in Schaidt ein Bänderverletzung zu. Als Unparteiischer fungiert nach einer Umbesetzung Marco Hirsch (Germania Winden). Am Montag fällt auch die Entscheidung, wo das Endspiels am 1. Mai angesetzt wird: Siegt Frankweiler, geht es ins Trifelsstadion nach Annweiler, im Falle eines Neupotzer Erfolgs heißt der Endspielort Neuburg.