Kreis Südwestpfalz Windrad liegt am Boden

Das ausgebrannte Windrad-Gehäuse schwebt zu Boden.
Das ausgebrannte Windrad-Gehäuse schwebt zu Boden.

Viele hatten sich schon an den Anblick des ausgebrannten Windrades bei Vinningen gewöhnt. Längst sollte die Anlage abgebaut werden, doch das Wetter spielte lange nicht mit. Am Freitag hat eine Spezialfirma von der Ostseeinsel Fehmarn das havarierte Windrad demontiert.

Kaum ein Lüftchen wehte über die Anhöhe zwischen Obersimten und Vinningen – ideale Bedingungen für den Kraftakt. Ein 1000-Tonnen-Kran hievte am Vormittag den Rotor aus seiner Verankerung, deren Schrauben zuvor von Montagearbeitern gelöst worden waren. „Das war der gefährlichste Teil der Aufgabe“, berichtete Andreas Kronfuß, Geschäftsführer des Montageunternehmens. 18 Tonnen galt es sicher nach unten zu befördern und abzulegen. Aber auch der nächste Schritt, die Demontage des Maschinenhauses, barg einige Risiken. „Wenn nichts kaputt ist, geht das alles ganz schnell. Aber hier muss man erst sehen, was alles verbrannt ist und wo man überhaupt die Seile einhängen kann“, beschrieb der Spezialist die Herausforderung. Im Schnitt gebe es in Deutschland zwei bis drei Anlagen pro Jahr, die abbrennen und dann zerlegt werden müssten, so Kronfuß. In 67 Metern Höhe hing schließlich auch das 55 Tonnen schwere Maschinenhaus am gewaltigen Kran, der ein Vielfaches dieser Last mühelos schaffen könnte. Minutenlang schwebte das verkohlte Wrack in luftiger Höhe und setzte dann ächzend und knarzend auf einer Plane auf, die das Versickern von ausgelaufenem Öl verhindern soll. Bis zum Abend machten die Spezialisten auch dem dreiteiligen Turm den Garaus, der wie die Rotorblätter in diesen Tagen an Ort und Stelle zerlegt und abtransportiert wird. Lediglich das Maschinenhaus soll so lange hierbleiben, bis es ein Gutachter unter die Lupe genommen hat.

Freitagmorgen : Der Rotor des Windrads wird demontiert.
Freitagmorgen : Der Rotor des Windrads wird demontiert.
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