Gräfensteiner Land Weihnachtsbäume: So handhaben es andere Gemeinden

In anderen Gemeinden des Gräfensteiner Landes wird das Thema Weihnachtsbaum unterschiedlich gehandhabt.
In anderen Gemeinden des Gräfensteiner Landes wird das Thema Weihnachtsbaum unterschiedlich gehandhabt.

Bürgermeister Alexander Frey aus Leimen informiert, dass im Dorf drei Baume aufgestellt werden: „Alle Bäume sind selbstverständlich aus der Region; natürlich aufgewachsen. Sie durften in Freiheit aufwachsen und werden auf humane Weise gefällt.“ Mit Unverständnis reagiert er auf den Hinweis der Nachhaltigkeit: „Geht’s noch?“, so der Ortschef.

Von Bürgermeister Peter Spitzer aus Donsieders war zu erfahren, dass die Gemeinde schon seit Jahren von Bürgern aus dem Ort Tannenbäume angeboten bekommt, welche auf ihren Grundstücken stehen und in ihren Gärten zu groß werden. Diese werden dann der Ortsgemeinde als Weihnachtsbaum gespendet. „Aus dem Wald haben wir schon sehr lange keinen Baum mehr als Weihnachtsbaum geschlagen,“ erklärt Spitzer.

„Die Ortsgemeinde Clausen wird wie jedes Jahr einen Weihnachtsbaum am Denkmal aufstellen“, erklärt Bürgermeister Harald Wadle aus Clausen. Der Hinweis auf Nachhaltigkeit in Bezug auf einen Weihnachtsbaum halte er für inhaltslos, sagt Wadle. Denn die Thematik der Nachhaltigkeit stelle sich hier im Pfälzerwald nicht, was einen einzigen Weihnachtsbaum pro Jahr betreffe, befindet Wadle. Es müssten immer wieder ältere, große Bäume gefällt werden, damit jüngere Bäume die Chance hätten, nachzuwachsen, begründet der Clauser Bürgermeister. „Besonders wichtig ist aber für mich, dass die jahrzehntelang aufgebaute Tradition, einen leuchtenden Weihnachtsbaum während der Adventszeit aufzustellen, gepflegt und erhalten bleibt,“ erklärt Wadle seinen Standpunkt.

Selbstverständlich stelle die Ortsgemeinde einen Weihnachtsbaum, betont Bürgermeister Timo Bäuerle aus Münchweiler. Die Vorgehensweise sei so, dass sich Bürger bei ihm melden und informieren, sie würden einen Baum von ihrem Grundstück spenden. Wenn dieser dann ansehnlich sei und auch problemlos zu holen, werde das Angebot umgesetzt. „Falls nicht, holen wir einen Baum aus dem Pfälzerwald,“ sagt Bäuerle. Er wischt den Hinweis auf Nachhaltigkeit vom Tisch: „Für mich ist das nicht nachvollziehbar“, sagt Bäuerle. Es handele sich hier um Kultur und Brauchtum. Gerade in heutiger Zeit gelte es, dies zu erhalten und zu pflegen, begründet der Bürgermeister seine Einstellung. Und schmunzelnd fügt er noch mit Blick auf seinen Nachbarkollegen hinzu: „Hast Du Weihnachtsbaum-Kummer, wähle Timo Bäuerles Nummer“.

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