Heltersberg RHEINPFALZ Plus Artikel Sparkasse bleibt im Holzland

Im Februar hatten Bewohner der Holzlandgemeinden in Pirmasens für den Erhalt ihrer Sparkassenfiliale demonstriert.
Im Februar hatten Bewohner der Holzlandgemeinden in Pirmasens für den Erhalt ihrer Sparkassenfiliale demonstriert.

Geldautomat und SB-Terminal der Sparkasse Südwestpfalz bleiben fürs Erste in Heltersberg. Die heftige Gegenwehr der Bewohner der Holzlandgemeinden Heltersberg, Geiselberg und Schmalenberg hat den Verwaltungsrat dazu bewogen, den Kompromissvorschlag von Landrätin Susanne Ganster anzunehmen.

Heltersberg, wo es bis vor kurzer Zeit noch eine mit Mitarbeitern besetzte Geschäftsstelle der Sparkasse Südwestpfalz gab, sollte als Standort völlig aufgegeben werden. Das sahen die Pläne vor, die der Vorstandsvorsitzende Peter Kunz im Oktober vorgestellt hatte. Nicht einmal eine Selbstbedienungsfiliale sollte bleiben. Nur der Sparkassenbus komme regelmäßig vorbei, hieß es damals. Mit der erbitterten Gegenwehr der Holzlandbewohner hatte wohl niemand gerechnet: Die Heltersberger Peter Jochum, Egbert Besier und Wolfgang Vatter brachten die Bürger auf die Straßen und organisierten Demos mit Geiselbergern, Heltersbergern und Schmalenbergern in Waldfischbach-Burgalben und vor der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse in Pirmasens. Über 600 Unterschriften sammelten sie innerhalb von zwei Wochen gegen die Schließung des einzigen Sparkassenstandorts im Holzland.

Keine Frist

Dieser Kampf zeitigt nun Erfolg: Das Holzland hat weiterhin eine Selbstbedienungsfiliale der Sparkasse Südwestpfalz. Das hat der Verwaltungsrat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. Wie lange Geldautomat und Kontoauszugsdrucker in Heltersberg bleiben, ist unklar: Es gibt keine Frist, berichtete Sparkassensprecherin Iris Steuer auf Nachfrage. Im ursprünglichen Kompromissvorschlag von Landrätin Susanne Ganster, die auch Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Südwestpfalz ist, hieß es, dass die Filiale zwei Jahre lang sicher sein soll. In dieser Zeit werde geprüft, in welchem Maß das Angebot angenommen wird, danach sollte erneut entschieden werden. Diese zwei Jahre sind nun vom Tisch, sagte Steuer. In der Erklärung der Sparkasse ist nur noch von einer regelmäßigen Überprüfung des Fortbestands die Rede.

Im Februar hatte sich Ganster mit dem Kompromiss, zumindest eine Selbstbedienungsfiliale im Ort zu belassen, an die gegnerischen Parteien gewandt. Der Verwaltungsrat der Sparkasse hätte eigentlich schon am 20. März darüber entscheiden sollen, doch die Corona-Pandemie verhinderte die Sitzung, die nun nachgeholt wurde. Die Landrätin zeigte sich am Donnerstag erfreut, dass der Verwaltungsrat ihrem Vorschlag gefolgt ist – „auch bei voneinander abweichenden Meinungen“.

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