Herschberg Ordensfest mit froher Botschaft

Auftritt der Funkengarde beim Ordensfest der Herschberger Narren.
Auftritt der Funkengarde beim Ordensfest der Herschberger Narren.

Es war in vielfacher Hinsicht ein ungewöhnliches Ordensfest, das die Herschberger Narren am Samstagabend feierten: Prinzessin Lea durfte sich über eine zweite Legislaturperiode freuen, dafür war der Orden selbst noch in Produktion.

Gehörig durchgeschüttelt hat Corona die Vereinslandschaft, und auch die Fasnachtsvereine mussten leiden. Entsprechend heikel hätte die Situation auch für die Herschberger Narren werden können, die die Aufgabe stemmen mussten, eine imposante Zahl an aktiven Jugendlichen in den verschiedenen Tanzgarden über zwei Jahre bei Laune zu halten. „Wir haben trotz Corona keine Tänzerin verloren“, war aus diesem Grund der wohl wichtigste Satz, der an diesem denkwürdigen Abend gesprochen wurde. Ehrenpräsident Udo Wagner hatte darüber informiert, dass der Verein tatsächlich das Kunststück vollbracht hatte, über 80 Mädchen aus einem großen Einzugsgebiet weiterhin über die Bühne wirbeln zu lassen.

Erleichterung und banges Hoffen

Entsprechend ausgelassen war die Stimmung in der Bürgerhalle, Publikum und Aktive waren gleichermaßen dankbar, endlich wieder ohne Auflagen zusammenkommen zu können – stets jedoch mit der bangen Hoffnung, es möge doch bitte auch für den Rest der Session so bleiben. Und als Prinzessin Lea, die wegen der gekappten Session 21/22 im Amt bleiben durfte, einem „Überraschungsei“ entstieg, „Was wär ohne Herschberg die Höh…“ durch den Saal geschmettert wurde und die Gardemädchen ein prächtiges Bild boten, war Corona tatsächlich Vergangenheit.

Furiose Tanzmariechen-Auftritte

Gerne hätten Präsident Andreas Drexler und sein Vize Sascha Schmitt an diesem denkwürdigen Abend auch den neuen Orden mit dem Motto „Herschberg bebt... die Fasnacht lebt!“ präsentiert, jedoch war die Produktion in Verzug gekommen, und so musste man mit Buttons vorlieb nehmen. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, und so feierten die Fasnachter unbeeindruckt ein Fest, das mit mehreren mitreißenden Tänzen der Juniorengarde und Funkengarde gespickt war. Absolute Höhepunkte waren zwei furiose Tanzmariechen-Auftritte: Zunächst begeisterte das Duo Nele Mayer/Leni Rutz das Publikum, ehe das neu formierte Quartett mit Leonie Schwab, Linda Bauer, Amira Hall und Celine Menge, vor zehn Jahren erstes Tanzmariechen des CHN, mit einer Darbietung auf sehr hohem sportlichen wie künstlerischen Niveau alle von den Stühlen riss.

Sowohl Verbandsbürgermeister Patrick Sema, selbst aktives CHN-Mitglied, als auch Ortsbürgermeister Andreas Schneider, der erwartungsgemäß nur eine leere Kasse anzubieten hatte, drückten der gesamten närrischen Gemeinde die Daumen für eine reibungslose und erlebnisreiche Session 22/23.

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