Herschberg Landmarkt: Marktgräfin Jasmin Klein wird nach verlängerter Amtszeit verabschiedet
Es war der letzte offizielle Auftritt von Jasmin Klein als Marktgräfin des Sickinger Landes. Die Wallhalberin wurde während der Eröffnung des Landmarktes verabschiedet. Die 15. Hoheit hatte pandemiebedingt ihre ursprünglich zweijährige „Regierungszeit“ verlängert, weil sie nach eigener Aussage „den Job herzlich gerne gemacht hat“. Wegen eines jetzt begonnenen Studiums kann sie aber das vierte Jahr zu ihrem Bedauern nicht mehr absolvieren.
In Herschberg Abschied zu nehmen, das war ihr ausdrücklicher Wunsch. „Hier hatte ich meinen allerersten Auftritt, dem eine ganze Reihe weiterer Besuche folgten“, blickte Klein zurück und bedankte sich bei den Vereinen für die Gastfreundschaft. Landrätin Susanne Ganster betonte, dass die scheidende Marktgräfin nicht nur für die Verbandsgemeinde, sondern für die ganze Südwestpfalz eine charmante und aufgeschlossene Botschafterin war. Verbandsgemeinde-Beigeordneter Michael Schmitt und Sonja Bauer, Vorsitzende des Tourismusvereins, dankten ebenfalls herzlich für die tolle Repräsentation und überreichten neben einer obligatorischen Kette als Geschenk mit Erinnerungswert einen Apfelbaum.
Zehn Vereine, über 30 Aussteller
Mehr als 1000 Besucher tummelten sich während des Marktes am Sonntag Mittag auf dem Festgelände rund um die Bürgerhalle und es kamen während des Tages immer wieder neue dazu. Wegen Kanalarbeiten in den Dorfstraßen musste das Marktgeschehen in diesem Jahr dort stattfinden. Zehn Herschberger Vereine warteten mit schmackhaften Leckereien und Pfälzer Spezialitäten auf, während rund 30 Aussteller ein breites Angebot offerierten und die Gäste in Marktstimmung versetzt haben.
Musikalisch ließ die Gruppe „MoosXL“ von der Moosalbtaler Blasmusik die Instrumente erklingen, als Ortsbürgermeister und Festorganisator Andreas Schneider die Gäste willkommen hieß. Als allerletzte Amtshandlung brachte Marktgräfin Jasmin Klein mit drei sicheren Schlägen das Festbier zum Laufen, wobei ihr Landrätin Susanne Ganster gerne assistierte. Schon bei seiner Begrüßung dankte der Ortschef allen Helfern und den Ortsvereinen, die nach so langer Pause wieder parat standen, um das frühere Dorffest zu stemmen.
Kräuter aus Kreta und ein Berg Holzspäne
Überwiegend zufrieden waren auch die Standbetreiber mit dem Kaufinteresse der Festgäste. Die allermeisten von ihnen kamen aus dem Landkreis sowie aus Pirmasens und Zweibrücken und vier aus Herschberg selbst. Unter anderem konnten griechische Kräuter und Gewürzöle erworben werden. Diese bezieht ein Händler aus Queidersbach direkt von einem ihm persönlich bekannten Bauern von der Insel Kreta. Selbstgebasteltes aus Holz, Putziges aus Wolle sowie Schmuck, Schals und Dekoartikel verleiteten zum Stöbern. Interessant war es auch, einem Hobby-Bastler aus Pirmasens bei Drechselarbeiten direkt am Stand zuzuschauen, wo sich am Schluss ein Berg mit Holzspänen auftürmte. Obst und Gemüse zusammen mit Blumenarrangements am Stand eines Herschberger Anbieters sorgten für ein Farbenspiel auf den Landmarkt. „Eine solche Vielfalt hätten wir hier nicht erwartet“ bekundete ein Ehepaar aus Waldfischbach beim Anblick des abwechslungsreichen Angebotes.
Auch für die Jugend war einiges geboten, was schon an den bunt geschminkten Gesichtern der Jüngsten zu erkennen war. Bei einem Workshop durften sich vor allem Mädchen bunte Ketten und Schmuckstücke gegen ein geringes Entgelt selbst basteln.