Winterbach RHEINPFALZ Plus Artikel Land schließt die Radweg-Lücke zwischen Winterbach und Zweibrücken

5fa9e800eeb11375

Gute Nachrichten für Radler im Zweibrücker Land: Die lückenlose Fahrt auf dem Radweg von Wallhalben über Schmitshausen und Winterbach nach Zweibrücken rückt näher. Das sagt der Landesbetrieb Mobilität (LBM).

Der Leiter des LBM Kaiserslautern, Richard Lutz, teilte die Neuigkeit im Dorfgemeinschaftshaus Winterbach vor einer Runde von Entscheidungsträgern mit: Patrick Sema, Verbandsbürgermeister von Thaleischweiler-Fröschen, Marold Wosnitza, Oberbürgermeister von Zweibrücken, Katja Krug-Abdessalem, Ortsvorsteherin von Oberauerbach, und Andreas Weizel, Ortsbürgermeister von Winterbach. Weiterhin vertreten waren die SGD-Süd, die Naturschutzbehörde des Landkreises Südwestpfalz, die Landwirtschaftskammer, Mitglieder des Bauamts in Zweibrücken und der Verbandsgemeinde sowie das Planungsbüro Schönhofen aus Kaiserslautern, das den Radweg bald zu Papier bringen soll. Geht es nach dem LBM, könnte der Radweg 2025 fertig sein, so das Planungsziel laut Weizel.

Schon unter dem Winterbacher Ehrenbürger und langjährigen Ortsbürgermeister Willi Schwarz und der ehemaligen Verbandsgemeinde Wallhalben sollte das fehlende Radwegstück zwischen Winterbach-Niederhausen und Oberauerbach gebaut werden. Die ersten ernsthaften Bemühungen, die zuständigen Behörden zu gewinnen, begannen vor rund 15 Jahren. Im Januar 2008 berichtete die RHEINPFALZ, dass das fehlende Reststück ganz oben auf der Wunschliste der Verbandsgemeinde Wallhalben und der Ortsgemeinde Winterbach stehe. Nun soll der Wunsch endlich erfüllt werden.

Der Radweg soll hinter den Straßenbäumen in der Tallage gebaut werden, im Anschluss an den vorhandenen Radweg von der Talstraße in Niederhausen, wo er über die alte Steinbrücke des Wiesbach bis zur Landesstraße verläuft. Dort wird der neue Radweg neben der Straße in Richtung Sportplatz Oberauerbach an der Böschung entlanggeführt. Das Planungsbüro muss mit der Wasserwirtschaft abklären, wie weit das Erdreich neben der Straße aufgepolstert werden muss, damit der Radweg bei Überlaufen des Gewässers nicht überflutet wird.

Bei früheren Überlegungen für die Radwegetrasse ging man davon aus, dass man es auch direkt am Bergfuß des Waldes zum Lammsberg und zur Battweiler Höhe versuchen könnte. Hier gibt es aber viele private Waldbesitzer, mit denen man sich hätte einigen müssen. Außerdem hätte der Radweg immer im Schatten der Winterseite gelegen, stets wäre die Fahrbahndecke feucht geblieben.

Ist die Lücke erst geschlossen, ergibt sich eine auch touristisch interessante Rundtour: Wer in Zweibrücken beginnt, fährt über Oberauerbach, Winterbach und Schmitshausen ins Mühlental und durch Wallhalben, Mittelbrunn. Landstuhl, Bruchmühlbach-Miesau und Homburg zurück nach Zweibrücken. Möglich wäre es auch, von Wallhalben zur Kneispermühle und Faustermühle nach Thaleischweiler-Fröschen, Rieschweiler-Mühlbach, Dellfeld, Stambach und Contwig und dann nach Zweibrücken zu radeln. Diese Rundschleife wäre rund 40 Kilometer lang.

x