Kröppen Kröpper Forst: Kleineres Revier und geringerer Einschlag

Mit einem Minus von 100 Euro rechnet Revierförsterin Thea Bernstein.
Mit einem Minus von 100 Euro rechnet Revierförsterin Thea Bernstein.

Mit einer roten Null will Revierförsterin Thea Bernstein den Forstwirtschaftsplan 2021 abschließen. Sie geht davon aus, dass sich die Lage auf dem Holzmarkt entspannt. Auf die gesunkene Nachfrage reagiert sie mit einer kleineren Holzernte.

Die neue Leiterin des Forstreviers Pirmasens beim Forstamt Westrich in Pirmasens, Thea Bernstein, stellte dem Rat den Entwurf des Forstwirtschaftsplanes 2021 vor. Sie geht davon aus, dass am Ende des Jahres eine rote Null, also ein kleiner Verlust, bilanziert wird. Einnahmen von 52.800 Euro stehen Aufwendungen von 52.900 Euro gegenüber.

Das Jahr 2020 sei erneut von extremer Trockenheit geprägt gewesen, berichtete sie. Die Lage auf dem Holzmarkt, wo es zuletzt ein Überangebot gegeben hatte, habe sich entspannt. Für den 179 Hektar großen Kröpper Wald sieht das Forsteinrichtungswerk einen Hiebsatz von 1351 Festmetern vor. Angesichts der Marktsituation wird dieser Hiebsatz nicht voll ausgeschöpft, Bernstein plant den Einschlag von 1050 Festmetern Holz. Derzeit laufen dafür bereits zwei Hiebe im Stausteinerwald. Weitere Hiebe seien in den Wäldern des Großen Tales vorgesehen. Im Plan enthalten ist ein Betrag von 1000 Euro zur Nachbesserung der Ausgleichsmaßnahme für die Errichtung des Windkraftrades auf der Gemeindefläche im Stausteinerwald. Dies hatte Michael Betz, Bernsteins Vorgänger und Ratsmitglied in Kröppen, vorgeschlagen.

Im Oktober hatte der Gemeinderat die vom Forstamt vorgeschlagene Neuorganisation der Forstreviere abgelehnt. Die war erforderlich geworden, weil die Stelle von Revierförster Michael Betz, der in den Ruhestand ging, nicht mehr besetzt und das Forstrevier Hackmesserseite aufgelöst worden war. Der Gemeinderat hatte befürchtet, dass der vergrößerte Zuschnitt dazu führen könnte, dass Revierleiterin Bernstein überlastet wird. Ende November unterbreitete das Forstamt Westrich einen neuen Vorschlag, in dem die Anregung aus Kröppen, die Fläche des Forstreviers Pirmasens zu reduzieren, aufgenommen wurde. Statt 1765 Hektar umfasst das Revier Pirmasens noch 1616 Hektar Holzbodenfläche. Bernstein bezeichnete dies als kleine Entlastung für sich. Zudem werden sich die Kosten für den Revierdienst verringern. Jetzt stimmte der Rat der Neuordnung zu.

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