Kommunalwahl Kein Bürgermeistersessel bleibt unbesetzt

In allen zehn Dörfern der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land haben sich Bürgermeisterkandidaten gefunden.
In allen zehn Dörfern der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land haben sich Bürgermeisterkandidaten gefunden.

In der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land haben sich in allen Ortsgemeinden Kandidaten für die Bürgermeisterämter gefunden. In Eppenbrunn, Obersimten und Vinningen kommt es zu Duellen um die Rathaussessel.

Bottenbach

„Hätten meine Frau und meine Familie nicht gesagt, dass ich es noch mal machen soll, dann hätte ich nicht kandidiert“, sagt Klaus Weber über seine erneute Kandidatur als Bottenbacher Ortsbürgermeister. Der 53-Jährige ist derzeit Verbandsbürgermeister in Pirmasens-Land, dem Job will Weber weiterhin oberste Priorität widmen. „Ortsbürgermeister bin ich abends in der Freizeit oder am Wochenende“, sagt er und baut dabei auf eine funktionierende Dorfgemeinschaft, in der viele anpacken. Seine Projektliste für die anstehende Legislatur ist lang. Manche Projekte laufen bereits, etwa der Wind- und Solarpark, ebenso die Baugebiete Kälblingen und großer Busch und der Kita-Anbau. Weber will sich dem Straßenausbau widmen, allen voran die Turnstraße am Kindergarten müsse saniert werden. „Und dann will ich auch etwas Neues bei den Wanderwegen machen“, kündigt er bereits an. Der Weg vom Friedhof kommend durch den Osterwald hin zur Osterwaldhütte soll ertüchtigt werden. „Der heißt aktuell Wanderweg eins“, kommentiert Weber. Ein neuer Name würde dem Weg gut stehen.

Klaus Weber
Klaus Weber

Eppenbrunn

Aller guten Dinge sind zwei. Andreas Pein ist Bürgermeister und möchte es auch bleiben. Der 54-jährige Notfallsanitäter hat sich 2019 als SPD-Kandidat gegen den CDU-Bewerber Alexander Kelsch durchgesetzt und die Nachfolge des CDU-Bürgermeisters Thomas Iraschko angetreten. „Wir wollen unseren Ort nach 20 Jahren nicht mehr nur verwalten. Der Ort hat mehr verdient“, sagte er in einer Bewerbungsrede des SPD-Ortsvereins bei seiner Wahl am 12. März. Der Bau des Gemeinbedarfszentrums, die Realisierung des Mini-Supermarkts, die Schaffung von Wohnmobilstellplätzen, die Erweiterung des Wanderwegenetzes und der Ausbau der Oberen Haardtstraße nennt er. „80 Prozent der Vorhaben haben wir verwirklicht, das kann sich sehen lassen“, stellte Pein fest. Für die nächsten fünf Jahre soll ein innerörtlicher Grillplatz geschaffen, eine deutsch-französische Partnerschaft mit Roppeviller vorangetrieben und erneuerbare Energien vor Ort geschaffen werden. Priorität genieße auch der Breitbandausbau.

Andreas Pein
Andreas Pein

Er ist gebürtig im baden-württembergischen Göppingen und dennoch schlägt sein Herz für Eppenbrunn. Thomas Heinemann, der von allen nur „Tom“ genannt wird, tritt für die CDU als Ortsbürgermeisterkandidat an. Bisher begleitet er das Amt des Ersten Beigeordneten. Der 57-jährige selbstständige Bauunternehmer wohnt seit 30 Jahren mit seiner Familie in Eppenbrunn und verfügt über kommunalpolitische Erfahrung. Er hat maßgeblich am Bau der Adventure Minigolfanlage im Freizeitpark mitgewirkt. Aber auch die Realisierung des Minisupermarktes hat er vorangetrieben. „Ich möchte meine Erfahrung einbringen, um die Herausforderungen, die vor uns liegen, künftig zu bewältigen und Eppenbrunn als lebenswerte Gemeinde voranbringen“, sagt der CDU-Bewerber. Er setzt vor allem auf Kooperation auch innerhalb des Rates. Konstruktive Zusammenarbeit ist ihm wichtig. „Ich möchte ein Bürgermeister für alle Eppenbrunner sein“, sagt er. Er stehe für Fortschritt, Stärkung der Dorfgemeinschaft und Verlässlichkeit.

Tom Heinemann
Tom Heinemann

Hilst

Der 30 Jahre alte Philipp Andreas arbeitet als Jurist beim Handelsverband Südwest (Rheinland-Pfalz und Saarland) mit Sitz in Mainz. Zu seiner Arbeitsstelle in Kaiserslautern pendelt er von Hilst aus mit dem Pkw. Nachdem er erst seit dem ersten Adventssonntag 2021 im Amt des Ortsbürgermeisters ist, steht nun eine Amtszeit von fünf Jahren vor ihm. Als Ziele nennt er den Ausbau der maroden Unteren Straße und der nächste Bauabschnitt des Neubaugebiets „Im Violengarten“, damit dieses vollständig erschlossen sein wird. Außerdem müsse man eine Lösung finden, wie man die Gemeindeliegenschaften langfristig solide und nachhaltig aufstellt. Er denkt dabei insbesondere an das in die Jahre gekommene ehemalige Schulhaus sowie die Mehrzweckhalle. Außerdem will er sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Dorfgemeinschaft zusammenwächst.

Philipp Andreas
Philipp Andreas

Kröppen

Für den 46-jährigen Steffen Schwarz, Leiter des Wahlkreisbüros der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Glöckner, genießt der Bau des Gemeindezentrums mit Kindertagesstätte, Bauhof und kommunalen Räumlichkeiten in der nächsten Zeit oberste Priorität. Mit dem neuen Dorfzentrum sollen alle kommunalen Einrichtungen unter einem Dach zusammengefasst und der Grundstein für eine zukunftsorientierte Arbeit der Gemeinde gelegt werden. An der Erreichung der Klimaziele will er weiterhin erfolgreich arbeiten. Dazu gehört der Bau weiterer Windenergieanlagen im Windpark Kröppen II sowie einer großen Freiflächenphotovoltaikanlage. Mit dem erwirtschafteten Kapital wird der Gemeindehaushalt mitfinanziert, um die Belastung der Mitbürger auf möglichst geringem Niveau zu halten. Ein neuer Wanderweg zum Thema „Erneuerbare Energien“ soll umgesetzt werden, die Erweiterung des Neubaugebietes Belle Vue steht auf dem Programm. Für das nach dem Bau des Gemeindezentrums frei werdende alte Schulhaus muss ein Konzept erstellt werden. Mit dem neuen Rat soll auch eine Jugendrätin ernannt werden.

Steffen Schwarz
Steffen Schwarz

Lemberg

Amtsinhaber Martin Niebuhr wird noch einmal antreten. Der 51-jährige Lemberger will die begonnenen Projekte vollenden. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, betont Niebuhr. Er nennt die Umgestaltung der Burg, die Sanierung des Burgeninformationszentrums oder auch das energetische Quartierskonzept. Schon konkret in Arbeit seien die Sanierung von Leichenhalle und Friedhofsmauer. Niebuhr kann auf seiner Erfolgsliste den seit vielen Jahren geplanten Bauhof und den Ausbau der Bergstraße nennen. Als harte Nuss hat er aber auch noch die Sanierung der Freizeithalle vor sich. Niebuhr lobt die immer gute Zusammenarbeit im Rat zwischen SPD und FWG.

Martin Niebuhr
Martin Niebuhr

Ortsvorsteher Glashütte

In der Annexe Glashütte war die bisherige Ortsvorsteherin Elke Klar seit Jahren auf der Suche nach einem Nachfolger, den sie nun womöglich in Carsten Theiß gefunden haben könnte. Der 56-jährige Servicetechniker wohnt seit 2018 in Glashütte und will sich für sein Dorf engagieren. Theiß stammt aus Düsseldorf. „Das Amt soll im Dorf bleiben“, begründet er seine Kandidatur. Da Klar wegen ihres Alters auf keinen Fall erneut antreten wollte, habe die Gefahr bestanden, dass Glashütte künftig nur noch von Lemberg aus verwaltet wird. „Bevor das passiert, mache ich es“, so Theiß. Besondere Projekte für Glashütte habe er nicht. Das Dorf soll weiter so schön und lebenswert bleiben, wie es ist. Theiß kandidiert als unabhängiger Einzelbewerber.

Carsten Theiß
Carsten Theiß

Ortsvorsteher Kettrichhof

Die jüngste Kandidatin für einen Ortsvorsteherposten in Lemberg ist die Sozialdemokratin Diana Titz. Die 26-jährige Sozialversicherungsfachangestellte war bisher schon im Ortsbeirat aktiv, kandidiert für die SPD auch für den Gemeinderat Lemberg und will nun Ortsvorsteherin werden. Ein Amt, das ihr Vater Peter Titz einst auch innehatte. „Ich lebe schon immer auf dem Kettrich. Hier ist es lebenswert und das soll so bleiben“, begründet Titz ihre Kandidatur. Wesentliche Projekte für die Annexe habe sie nicht. Die Durchgangsstraße sei gut ausgebaut, die neue Bushaltestelle auch schon da und der Dorfbrunnen ansprechend gestaltet. Nur am Friedhof müsste nach Titz’ Meinung dringend etwas passieren.

Diana Titz
Diana Titz

In Kettrichhof kandidiert außerdem noch Patricia Baumgärtner als unabhängige Kandidatin, die nicht erreichbar war.

Ortsvorsteher Salzwoog

Für Jürgen Ehrhardt wäre es die dritte Amtszeit, wenn er am 9. Juni wiedergewählt wird. Der 60-jährige Pensionär war früher als Soldat berufstätig und möchte im Fall seiner Wiederwahl mehrere Projekte in der vom Verkehr belasteten Annexe umsetzen. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Situation am Ortseingang aus Richtung Braunsberg. „Die Raserei geht nicht. Mit einer Geschwindigkeitstafel allein ändert sich da nix“, so Ehrhardt, der auf der Forderung nach einer Verschwenkung an der Stelle beharrt. Eine weitere Baustelle im Dorf ist das Dorfgemeinschaftshaus, das saniert werden müsse. Zusammen mit dem Ortsbeirat wolle er zudem einen Seniorentag in Salzwoog veranstalten.

Jürgen Ehrhardt
Jürgen Ehrhardt

Ortsvorsteher Langmühle

Der 66-jährige Albert Lipps, der in Langmühle den Ortsvorsteherposten übernehmen will, ist ein alter Hase in der Kommunalpolitik. Seit vielen Jahren im Ortsbeirat und Gemeinderat aktiv, war Lipps in der ablaufenden Wahlperiode zudem noch Beigeordneter im Gemeinderat. Seit zehn Jahren hatte er zudem das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers inne und will nun den Langzeit-Ortsvorsteher Uwe Gebhard beerben. Seine Kandidatur begründet Lipps damit, dass es so weiter laufen soll wie bisher. Das Dorfgemeinschaftshaus müsse erhalten werden, ebenso die Spielplätze und der Friedhof. Problematisch sieht er die Verkehrssituation am Pulverberg, also der Zugangsstraße aus Richtung Pirmasens. Hier werde zu schnell gefahren. Zudem sei die Straße für den Schwerverkehr zu eng.

Albert Lipps
Albert Lipps

Obersimten

Silke Rink möchte Ortsbürgermeisterin von Obersimten werden. Die 57-Jährige tritt für die Wählergruppe „Gemeinsam für Obersimten“ an und bringt einiges an kommunalpolitischer Erfahrung mit. Sie gehörte dem Gemeinderat von 2006 bis 2022 an. Während Corona hat sie einige Ratssitzungen als Vertreterin des Bürgermeisters geleitet. Von 2019 bis Ende 2022 begleitete sie das Amt der Ersten Beigeordneten. „Dass der Bedarf da ist, sieht man an der Resonanz der ersten Informationsveranstaltung, zu der 40 Bürger gekommen sind“, sagte Rink. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass der Bürger bei den Kommunalwahlen am 9. Juni eine echte Wahlmöglichkeit bei der Frage, wer Bürgermeister oder Bürgermeisterin werden soll, hat. Die Bürgermeisterkandidatin arbeitet als Verwaltungsangestellte in der Dahner Seniorenresidenz „SenVital“.

Silke Rink
Silke Rink

Ortsbürgermeister Thorsten Höh bewirbt sich um eine zweite Amtszeit als Ortsbürgermeister. Der 51-jährige Mitarbeiter der Kreisverwaltung trat 2019 die Nachfolge von Bernd Gehringer an. „Es bewegt sich etwas in unserer Gemeinde. Die Dorfgemeinschaft funktioniert“, stellte der CDU-Bürgermeister fest. Als Beispiel zählt er den Vorweihnachtsmarkt und das Dorffest auf. „Es ist Leben im Dorf“, merkt er auch auf die florierende Dorfgemeinschaft an. Das Dorffest gehört zu den beliebtesten der Region. Für die neue Amtszeit steht die Anschaffung einer neuen Küche für die Kita „Sonnenblume“ auf der Agenda. Wiederholt hat er die „Ampel-Regierung“ für die mangelnde finanzielle Ausstattung der Kommunen kritisiert. Die strukturschwache Südwestpfalz müsse stärker beim kommunalen Finanzausgleich berücksichtigt werden: „Wenn sich die Ampel nicht bewegt, werden wir weiterhin größte Probleme haben, unseren Haushalt auszugleichen“.

Thorsten Höh
Thorsten Höh

Ruppertsweiler

Konkurrenz um das Amt des Ortsbürgermeisters hat er nicht: Herbert Heid ist der einzige Bewerber um die Nachfolge von Guido Hahn. Der hat von einer weiteren Kandidatur schweren Herzens abgesehen. Als Nachfolger soll nun der 73-jährige Heid, Vater zweier erwachsener Söhne, gewählt werden. Der gebürtige Annweilerer Einzelhandelskaufmann, der in der Schuh- und Versicherungsbranche gearbeitet hat, wohnt seit 1969 in Ruppertsweiler. Von der Gruppierung „Wir für Ruppertsweiler“ hat er breite Zustimmung erfahren. „Ich habe viele Gespräche geführt, ich habe die Unterstützung von Verbandsbürgermeister Klaus Weber und von Guido Hahn. Für das Amt fühle ich mich keineswegs zu alt“, stellt Heid klar. Und er merkt an: „Wenn’s drauf ankommt, treffe ich Entscheidungen.“ Die notwendige Gelassenheit aber auch Entscheidungsfreudigkeit besitze er. Seit 2000 ist er CDU-Mitglied, seit 2004 gehört er dem Gemeinderat an, in dem er die CDU-Fraktion führt.

Herbert Heid
Herbert Heid

Schweix

Der 50 Jahre alte, pensionierte frühere Bundesbeamte Marco Maas hat lange mit sich gekämpft und nach einem intensiven Gespräch mit seiner Ehefrau die Entscheidung getroffen, seiner ersten Amtszeit weitere fünf Jahre folgen zu lassen. Beim Abbau des kommunalen Schuldenbergs sei man auf gutem Wege. Den eingeschlagenen Weg möchte er fortsetzen und die Dorfgemeinschaft stärken. Ein schönes Ziel für ihn wäre eine Arztpraxis im Ort, möglichst im zum Verkauf stehenden Gemeindehaus in der Ringstraße. Mit seinem zurückliegenden Einsatz habe er mit dazu beigetragen, dass mit der finanziellen Unterstützung des deutsch-französischen Kindergartens in Liederschiedt ein erstes Ziel erreicht worden sei. Für die weitere Unterstützung müsse weiter gekämpft werden, beispielsweise in Gesprächen mit der Landesregierung und der Präfektur in Saargemünd. Als aktiver Feuerwehrmann der örtlichen Löscheinheit will er der Verbandsgemeinde bei der Suche nach einem Bauplatz für ein neues Schweixer Feuerwehrgerätehaus helfen.

Marco Maas
Marco Maas

Trulben

Der 50 Jahre alte Harald Hatzfeld arbeitet bei John Deere im Europäischen Technologie- und Innovations-Center als Systemingenieur. Seit zehn Jahren ist er als Vorsitzender des Betriebsrates freigestellt. Für die nächsten fünf Jahre sieht er die Umsetzung der Photovoltaikanlage auf der Forst als wichtigstes Ziel an. Einnahmen aus dem Projekt entlasten nicht nur den Haushalt der Ortsgemeinde, sondern soll die Einwohner von Steuererhöhungen bewahren. Weiteres wichtiges Ziel ist die Erstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich „Auf der Schwang“. Drittes Ziel ist der Ausbau der Infrastruktur. Soweit wie möglich soll Trulben und seine Ortsteile mit Glasfaser für jeden Haushalt versorgt werden, da dies unter anderem wertsteigernd für die Immobilien ist. Der konsequenten Umsetzung des Straßenausbauprogramms wird er hohe Priorität einräumen. Sein letztes großes Ziel ist die Förderung der Gemeinschaft und der Vereine. Hatzfeld: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein aktives Vereinsleben machen das Leben im Dorf zu dem, was es ist. Nämlich etwas ganz Besonderes.“

Harald Hatzfeld
Harald Hatzfeld

Ortsvorsteher Hochstellerhof

Die 60-jährige selbstständige Diplom-Geografin Karin Feick-Müller lebt seit rund drei Jahrzehnten in Trulbens Ortsbezirk Hochsteller- und Felsenbrunnerhof. Als Mitglied der FWG Hochstellerhof gehört sie seit einem Jahrzehnt dem Ortsbeirat an, ist seit 2019 stellvertretende Ortsvorsteherin und rückte gegen Ende der Legislaturperiode in den Ortsgemeinderat Trulben nach. Ihre Ziele als Ortsvorsteherin sind die Erschließung der Bauplätze „Auf dem Großen Höbel“ im Anschluss an die neue Ringstraße, die Verkehrsberuhigung an den beiden Ortseingängen, die Belegung des Dorfgemeinschaftshauses, energetische Maßnahmen sowie die Versorgung der Haushalte mit schnellem Internet. Sie will die Pflege der dörflichen Gemeinschaft unterstützen und für die Neuauflage der Adventsfensteraktion eintreten und für eine gute Ausstattung des Kinderspielplatzes Sorge tragen.

Karin Feick-Müller
Karin Feick-Müller

Vinningen

Er ist streitbar einerseits und andererseits bürgernah. Felix Kupper tritt für eine dritte Amtszeit als Ortsbürgermeister an. Der 53-jährige selbstständige Bauunternehmer wurde 2014 zum Nachfolger von Herbert Franz in das Amt gewählt. Damals trat er noch für die FWG an, mit der es zum Bruch kam. Heute ist er unabhängiger Bürgermeisterkandidat. Bei seiner Wiederwahl 2019 setzte er sich im ersten Wahlgang gegen die beiden Mitbewerber Sascha Wagner (FWG) und Tobias Frenzel (CDU) durch. Bekannt über die Grenzen des Landkreises wurde Kupper durch die „Bademantelaktion“ bei der Kreisverwaltung 2019. Zum Erhalt des im Jahr 2007 stillgelegten Schulschwimmbades der Konrad-Adenauer-Schule ist er damals zu einer Sitzung des Kreisausschusses im Bademantel erschienen. Die Gemeindefinanzen sind ihm ein Anliegen: „Trotz der guten finanziellen Situation ist unser Haushalt an der Grenze der Unausgeglichenheit. Vinningen muss auch künftig handlungsfähig bleiben.“

Felix Kupper
Felix Kupper

Der bisherige Erste Beigeordnete Willy Diemert möchte Vinninger Ortsbürgermeister werden. Der 60-jährige Polizeibeamte tritt für die CDU an. „Ich bin motiviert, mich für Vinningen als Bürgermeister voll und ganz einzubringen und die Verantwortung für unsere Bürger zu übernehmen“, stellt er fest. Zu Diemerts Vorhaben gehört die Eröffnung des gemeindlichen Jugendraumes. Auch in der Kita, für die Diemert zuständig ist, hat sich einiges getan: Eine neue Küche, dem aktuellen Kita-Gesetz entsprechend, ist eingebaut worden. Die Gründung des Fördervereins Dorfgemeinschaft Vinningen sei eine Bereicherung. Die Stärkung der Dorfgemeinschaft ist ihm ein großes Anliegen. Die Einbindung der Jugendlichen in die Feuerwehr gehöre dazu. „Sie braucht dringend Unterstützung“, mahnt er. Aber auch regelmäßige Café-Treffs, die Realisierung des seit langem geplanten Lebensmittelmarktes und eine Bedarfsanalyse für die dringend sanierungsbedürftige Felsalbhalle hat sich Diemert auf die Agenda geschrieben.

Willy Diemert
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