Höhfröschen
Kanalnetz: Dreharbeiten in der Unterwelt
56.000 Euro lässt sich die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben diese Maßnahme kosten, mit der sie die Firma Fröhlich aus Herxheim beauftragt hat. Im Anschluss daran ist das Kanalsystem in digitalisierter Form erfasst, alle notwendigen Daten werdem im bestehenden Geodateninformationssystem enthalten sein. Das Hauptkanalnetz in Höhfröschen umfasst eine Streckenlänge von 6,8 Kilometern. Vorarbeiten hat bereits das Ingenieurbüro Dilger aus Dahn geleistet, das das Kanalnetz vermessen und den Zustand der Schachtbauwerke erfasst hat.
Wie Werkleiter Joachim Becker erläuterte, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) im Dezember 2020 mitgeteilt, dass die wasserrechtliche Erlaubnis für Höhfröschen angepasst werden muss. Das hatte die jetzt vergebenen Arbeiten zur Folge. Bisher fließt das Abwasser in die frühere Höhfröschener Kläranlage, die zwischenzeitlich zu einem Regenüberlaufbecken umgebaut wurde. Von dort aus wird es gedrosselt, mit einer Mengenableitung von 6,5 Litern pro Sekunde zur Pumpstation Floßbach geleitet. Rechenanlage und Sandfang sorgen auf dem Weg dahin schon für eine erste Reinigung. Von der Pumpstation aus führt der Weg dann weiter zur Gruppenkläranlage Schwarzbachtal bei Rieschweiler-Mühlbach.
Im Zuge der jetzt laufenden Arbeiten wird auch das Einzugsgebiet dieser Abwassereinrichtung in Höhfröschen überprüft. Die Schmutzfracht, die zur Kläranlage transportiert wird, lässt sich genau berechnen. Am Ende der Gesamtmaßnahme wird es einen Generalentwässerungsplan für die Ortsgemeinde Höhfröschen geben.