Herschberg Herschberger Narren belohnen sich mit großem Tanzauftritt
Was im Januar und Februar pandemiebedingt nicht möglich war, wurde von den Herschberger Narren jetzt unter anderen Vorzeichen nachgeholt. Alle Garden und Tanzgruppen der traditionsreichen Karnevalsgesellschaft durften beim fröhlichen Familienfest am Wochenende im Freizeitgelände am „Budche“ ihre einstudierten Choreografien präsentieren und hatten offensichtlich Freude daran. Dass daraus kein „Sommerkarneval“ wurde, verdeutlichte schon das Fehlen jeglicher Uniformen – auch bei den in der Fasnacht sonst üblichen Marschtänzen.
Die rund 100 jungen Tänzerinnen und ihre Trainerinnen hatten sich in den zwei Jahren nicht entmutigen lassen und unter teilweise schwierigen Bedingungen – online oder auch im Freien – das Training so gut wie möglich fortgesetzt. Deshalb sollten sie jetzt endlich mit einem Auftritt belohnt werden.
Die Jugend bei der Stange gehalten
„Nur so können wir unsere Jugend bei der Stange halten und ihnen die Freude am Tanzen erhalten“, betont CHN-Präsident Andreas Drexler. Begeistert von der Idee waren auch viele Eltern und Großeltern an diesem Nachmittag, die ihren Nachwuchs zwei Jahre lang nicht tanzen sehen konnten. „Weil wir die Gemeinschaft in den einzelnen Gruppen auch ohne offizielle Fasnacht gepflegt haben, sind uns so gut wie keine Akteure verloren gegangen“, versichert Denise James, eine der acht Trainerinnen des Vereins im Jugendbereich.
Mitgespielt hat auch das Wetter, und die Sonne lachte gerade vom Himmel, als die 17 goldigen Minis in ihren putzigen Tüllröckchen das kleine Programm auf der improvisierten Bühne des Tennisplatzes eröffneten. Sehenswert die fünf Mariechen im Alter von zehn bis 21 Jahren, welche bei ihrem Medley auch in bunten Shirts statt Uniformen wahre Luftsprünge absolvierten.
Auch beim Tanzfestival dabei
„Grashüpfer“ und „Tanzmäuse“ wie die Jugendgarden bei den Herschberger Narren heißen, zeigten sich ebenfalls gut für ihre Auftritte vorbereitet und rührten das Herz so mancher Omas und Opas im Publikum. Die Funkengarde, die auf einige Tänzerinnen berufs- und krankheitsbedingt verzichten musste, legte trotzdem einen temperamentvollen Tanz auf das „Ersatz“-Parkett unter freiem Himmel. Ein „Hingucker“ war der abschließende Schautanz der Junioren unter dem Motto „Roboter – Maschinen mit Herz“, bei dem sowohl Kostüme und Musik als auch Bewegungen passgenau abgestimmt waren.
Mit dieser Darbietung und dem Medley der fünf Mariechen hatte die Herschberger Tanzabteilung am Sonntag zwei weitere erfolgreiche Auftritte in Kaiserslautern. Dort wurde die wegen Corona ausgefallene Jugendveranstaltung der westpfälzischen Karnevalvereine jetzt in Form eines bunten Tanzfestivals nachgeholt.