Hauenstein Gemeindewerke wollen mehr eigenen Strom produzieren

Das Haus Schulstraße 2 hinter der Toilettenanlage, bekommt eine große Photovoltaikanlage.
Das Haus Schulstraße 2 hinter der Toilettenanlage, bekommt eine große Photovoltaikanlage.

Die Gemeindewerke Hauenstein treiben den Ausbau Erneuerbarer Energie voran. Auf drei eigenen Gebäuden sollen möglichst noch dieses Jahr Sonnenkraftwerke kommen. Unklar sind noch die genaue Größe und die Kosten der Anlagen.

„Wir wollen hier massiv tätig werden“, kündigte Bürgermeister Michael Zimmermann am Donnerstag im Hauensteiner Gemeinderat an. Zwei Wohnhäuser in der Schulstraße und die Leichenhalle sollen auf den Dächern Photovoltaikmodule erhalten. Der Gemeinderat ermächtigte die Gemeindeführung zur Auftragsvergabe, sofern nur die Anlagen installiert werden und nicht noch Arbeiten an der Dachkonstruktion nötig wären. Zimmermann begründete die Investition mit dem Wunsch nach einer größeren Eigenproduktion von Strom in der E-Werk-Bilanz. Laut Zimmermann wäre für die zwei bewohnten Häuser in der Schulstraße 2 und 6 auch ein Mieterstrommodell denkbar, bei dem die Bewohner den Solarstrom billiger als vom E-Werk bekommen.

Probleme sieht Ratsmitglied Manfred Seibel wegen der seiner Meinung nach nötigen Trennung von Überschussstrom und Direkteinspeisung, was jedoch laut Werkleiter Martin Pfeifer kein Problem sei, da der Strom sowieso komplett von der Energie Hauenstein übernommen werde: „Der Strom bleibt hier, egal ob das Überschuss- oder Volleinspeiserstrom ist.“

Die Frage nach der Statik der Dachkonstruktionen stellte Patrick Stöbener von der Wählergruppe Schöffel. Die werde vom Bauamt und der Installationsfirma zuvor geprüft, versicherte Pfeifer. Wenn vor der Installation noch eine Sanierung der Dachkonstruktion nötig wäre, käme der Vorgang nochmal in den Rat, betonte Bürgermeister Zimmermann, der zur Eile bei dem Projekt mahnte, da momentan Solarmodule auf dem Markt zu bekommen seien. Das könne sich aber jeden Moment wieder ändern. Bei zwei Enthaltungen aus der Wählergruppe Schöffel stimmte der Rat für die Ermächtigung von Gemeinde- und Werkführung zum Kauf und Installation der Solarmodule.

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