Höhfröschen RHEINPFALZ Plus Artikel Corona-Krise: Essen abholen fürs Dorffest zu Hause

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Wie in allen Gemeinden wirkt sich die Corona-Pandemie in Höhfröschen auf viele Bereiche des Dorflebens aus, führte Bürgermeister Gerhard Hoffmann (WG Hoffmann) aus. Das Dorffest ist ebenso abgesagt wie das Open-Air im Sommer.

Die Feuerwehr überlegt derzeit, in welcher Form sich ihr Tag der offenen Tür realisieren lässt, und auch die beliebte Theateraufführung des TTC ist aktuell mit dem Zusatz „kann wohl nicht stattfinden“ versehen, wie Peter Sammel (FWG) berichtete. Damit das Dorf während der Krise dennoch verbunden bleibt, die Menschen Kontakt halten, die Vereine im Gespräch bleiben und vielleicht auch den einen oder anderen Euro verbuchen können, bietet zum Beispiel der Kirchenbauverein am Sonntag, 14. Juni, unter dem Motto „Torte to go“ einen Kuchenverkauf an der Kirche an. Kirchenbauverein, Förderverein des Kindergartens und FC Höhfröschen planen am Dorffesttermin, gemeinsam Essen zum Abholen fürs Dorffest zu Hause anzubieten. Die Feuerwehr überlegt noch, ob sie sich beteiligt.

Zukunfts-Check Dorf

Aktionen, die eine Gemeinde lebenswert machen: Die soziale Infrastruktur auf vielfältige Weise verbessern, auch für Zeiten nach Corona Angebote schaffen oder unterstützen, die den Zusammenhalt im Dorf verbessern, ist das Ziel, das die FWG mit dem Antrag „Lebenswerte Gemeinde“ verbindet. Das wird vom Gemeinderat grundsätzlich begrüßt. Wie die Umsetzung konkret aussehen kann, darüber soll sich ein Arbeitskreis Gedanken machen, der sich bis Ende der Sommerferien bildet.

Mit der Teilnahme am Landesprojekt Zukunfts-Check Dorf soll erarbeitet werden, wie das Dorf lebenswerter wird, und erkannt werden, was wichtig ist und wovon man sich trennen kann. 2000 Euro zahlt die Gemeinde als Eigenanteil. Das Projekt beinhaltet unter anderem eine Dorfmoderation. Zudem habe es den Vorteil, dass sich mithilfe der Erkenntnisse besser argumentieren lässt, warum die Gemeinde für ein Projekt Zuschüsse benötigt, meinte Hoffmann.

Gelohnt hat sich das lange Bohren der Gemeinde, was Zuschüsse für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses anbelangt. Die Fortsetzung des Projektes wird mit Mitteln aus dem Investitionsstock des Landes gefördert und kann angegangen werden.

„Jeder hat seine Aufgabe“

Gut funktioniert habe die Betreuung im Kindergarten während der Einschränkungen – auch dank des Verständnisses der Eltern und deren Bemühungen sowie des Personals. Die Gemeinde habe darauf verzichtet zu prüfen, ob Eltern, die Kinder für die Betreuung angemeldet haben, in systemrelevanten Berufen arbeiten. „Jeder hat seine Aufgabe und ist deshalb relevant für das System“, sagte Hoffmann. Wenn die Kindergartenkinder jetzt alle zurückkommen, gibt es einige Änderungen: zum Beispiel sogenannte Settings statt Gruppen, die unter anderem veränderte Anwesenheitszeiten beinhalten.

Wie in der Nachbargemeinde Höheischweiler wurde die neue Straßenreinigungssatzung, die der Mustersatzung des Gemeinde- und Städtebundes entspricht, abgelehnt, weil sie nicht zeitgemäße Forderungen beinhalte. Hier soll, eventuell in einer Bürgermeisterdienstbesprechung, mit den Nachbarkommunen über Nachbesserungen gesprochen werden. Die neue Hundesteuersatzung wurde angenommen. Sie zählt jetzt drei Kampfhunderassen. Für diese Hunde wird eine höhere Steuer zu bezahlen sein. Betroffen ist im Ort ein einziger Hund. Die Gemeinde überprüft aktuell, ob alle Hunde im Ort angemeldet sind. Eigentümer von Hunden, die nicht gemeldet sind, werden demnächst zur Anmeldung aufgefordert.

Weg heißt jetzt „Dinkelfeld“

Beim Einsatz eines Rettungsfahrzeuges hatte sich gezeigt, dass ein Haus, das über einen Wirtschaftsweg erschlossen ist, schwer zu finden war. Der Rat beschloss, dem Zufahrtsweg den Straßennamen „Dinkelfeld“ zu geben und ein Straßenschild anzubringen. Damit wird der Weg nicht zur Straße. Aber beim Katasteramt wird der Straßenname eingepflegt und dadurch in Navigationsgeräte eingespeist.

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