Pirmasens-Land Beim Glasfaserausbau muss ein anderer Anbieter ran

Das Unternehmen Unsere Grüne Glasfaser wird die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land nicht ans Glasfasernetz anschließen.
Das Unternehmen Unsere Grüne Glasfaser wird die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land nicht ans Glasfasernetz anschließen.

Das Ziel, die komplette Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an das Glasfasernetz anzuschließen, wird nicht erreicht. Weil das Unternehmen Unsere Grüne Glasfaser (UGG) von ihrer Zusage zurückgetreten ist, sucht die Verbandsgemeinde einen neuen Partner.

Wie Bürgermeister Klaus Weber in der Sitzung des Verbandsgemeinderates Pirmasens-Land am Montag berichtete, habe UGG erklärt, dass der Ausbau wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sei. UGG ist eine Gesellschaft, an der die Allianz und der Mobiltelefonanbieter Telefónica beteiligt sind. Sie hatte zugesagt, in der Verbandsgemeinde alle Orte und Annexen mit Glasfaserleitungen und Anschlüssen bis zum Haus zu versorgen – und dies ohne Kosten für die Gemeinde und die Hausbesitzer. „Die Bürgermeister waren sich einig, dass wir nur dann zusagen, wenn alle Gemeinden angeschlossen werden“, erinnerte Weber. Als Gründe für den Ausstieg habe UGG unter anderem die stark steigenden Zinsen und die Schwierigkeit, Kapital zu beschaffen, angegeben. Das Unternehmen habe jetzt angeboten, Kröppen, Vinningen und Bottenbach mit Glasfaser zu versorgen. Das habe man aber abgelehnt. „Wir versuchen es jetzt mit einem anderen“, sagte Weber, darauf hätten sich die Ortsbürgermeister geeinigt. Derzeit führt die Verwaltung Gespräche mit der Deutschen Glasfaser.

Während UGG den Glasfaserausbau unabhängig von einer Vorvermarktung vorgenommen hätte, fängt die Deutsche Glasfaser nur an, wenn mindestens 30 Prozent der Haushalte einer Gemeinde an das Netz angeschlossen werden wollen. „In den nächsten Tagen werden Vertreter des Unternehmens an den Häusern klingeln, um Vorverträge abzuschließen“, kündigte Weber an.

In ersten Gesprächen habe die Deutsche Glasfaser einen Anschluss der Lemberger Annexen abgelehnt, auch ein Anschluss von Schweix komme aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. „Hier ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen“, erklärte Weber. Denn die Telekom hat im Zuge eines Förderprogramms eine Glasfaserleitung nach Schweix zu einem Technikgehäuse verlegt. Von dort aus führen dann Kupferkabel bis zu den einzelnen Häusern. „Die Deutsche Glasfaser kann ja die vorhandene Leitung gegen ein Leitungsentgelt nutzen“, bemerkte Weber. Ob das möglich ist, soll in Gesprächen geklärt werden.

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