Petersberg
Bei Regen läuft der Kindergartenkeller voll

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Bauamts der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben habe man sich das angeschaut, berichtete der für den Bereich Kindergarten zuständige Beigeordnete Thomas Auer. Es sind wohl mehrere Faktoren, die zur Folge haben, dass der Keller voll laufe. Das beginne auf dem Dach. Hier schieße das Wasser über die Regenrinne hinaus, schilderte Bürgermeister Alexander Raquet ein Problem. Problem sei, erläuterte Ratsmitglied Stefan Mayer, „dass wir bei diesem Dach nicht einfach so die Rinne wegnehmen und erneuern können“. Auf dem Dach befinde sich ein Stehfalzblech. Wolle man die Dachrinne entfernen, müsste zunächst das gesamte Dach entfernt werden.
Problem zwei, das für ein Sammeln des Wassers direkt vor der auch nicht mehr im besten Zustand befindlichen Kellertür sorgt, ist ein zu kleiner Gully. Hier gibt es die Idee, eine drei Meter lange Rinne zu bauen, um mehr Wasser kontrolliert abzuleiten. Zunächst wird aber der Kanal untersucht. Von einem Unternehmen gibt es bereits ein Angebot, um die Arbeiten an der Rinne vorzunehmen. Ein zweites Angebot wird noch eingeholt.
Bauhof soll umziehen
Eine Lösung muss für den Bauhof gefunden werden. Der war ursprünglich mal in der Dreiherrensteinhalle eingeplant gewesen. Vor über 30 Jahren habe der damalige Rat aber beschlossen, dass der Bauhof in ein Provisorium in der Rodalber Straße umzieht. Das Provisorium ist bis heute Provisorium geblieben. Dort gibt es keinen Platz, der Gemeindearbeiter hat keine sanitäre Einrichtung dort und Strom wird von einem Nachbarn bezogen. „Und es hatte zur Folge, dass die Nutzung der Dreiherrensteinhalle als Bauhof erloschen ist“, erläuterte Raquet. Mittlerweile hat die Gemeinde ihren Gemeindearbeiter mit besseren und größeren Geräten ausgestattet, die im Bauhof nicht unterzubringen sind.
Das Bauhof-Provisorium endlich zu beenden und ihn so auszubauen, wie mal vorgesehen, „macht keinen Sinn“, sagte Ratsmitglied Mayer mit Blick auf die Bausubstanz. Da sei es sinnvoller, über einen Neubau nachzudenken. Was ein Bauhof kosten kann, zeige sich allerdings, wenn man Richtung Verbandsgemeinde Pirmasens-Land schaue. Das stehe nicht in Relation. Übergangsweise soll nun, das empfahl der Bauausschuss, das Provisorium in der Rodalber Straße behalten werden. In der Dreiherrensteinhalle wird Platz gemacht. „Die Gemeinde räumt mal auf“, sagte Raquet und verwies auf noch vorhandene, aber nicht mehr verwendbare Ersatzteile aus der Zeit, als die Halle gebaut wurde. Auch die Vereine, die die Halle nutzen, rücken etwas zusammen. Für die Halle werde zudem eine moderne Schließanlage angeschafft und eingebaut. Es sei nicht mehr nachzuvollziehen, wer einen Schlüssel habe.
Aufsicht räumt Bedenken aus
Den in der Ratssitzung Anfang Juli nicht beschlossenen Doppelhaushalt 2021/22 hat der Petersberger Rat jetzt verabschiedet. Gegenstimmen gab es keine mehr. Nach Auffassung der CDU hätte der Bürgermeister nie mitstimmen dürfen, wenn es um die Aufwandsentschädigung für den Beigeordneten Thomas Auer ging, der einen eigenen Geschäftsbereich hat. 3200 Euro bekommt dieser pro Jahr dafür. Mittlerweile liegt die Antwort der Aufsichtsbehörde vor, demnach sei es rechtens gewesen, dass er als Bürgermeister mitgestimmt habe, sagte Raquet. Die Frage der Aufwandsentschädigung war bereits 2019 mit dem Erlass der Hauptsatzung der Gemeinde geregelt worden.