Südwestpfalz/Südpfalz B10-Ausbaugegner beschimpfen Befürworter als „Ewiggestrige“

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Keine Stellungnahme ohne Reaktion der Gegenseite – das gilt besonders für den umstrittenen Ausbau der B10. Nachdem sich kürzlich die Befürworter meldeten, bezieht nun die ausbaukritische BI Queichtal Stellung. Sie bezeichnet die BI für den Ausbau als „ewiggestrige Straßenbauinitiative“ und zichtigt die Verantwortlichen als „unfähig umzudenken“. Der B10-Ausbau sei ein Verkehrsprojekt von vorgestern. „Die irrsinnige Forderung nach einer internationalen Transitroute für 10.000 Lkw mitten durch das Biosphärenreservat Pfälzerwald ist menschenverachtend und umweltfeindlich, ignoriert die Klimakrise und missachtet die EU-Vorgaben zur Verlagerung des Transitverkehrs.“ Die umfangreichen und immer noch andauernden Prüfungen und Abstimmungen zwischen den Straßenbaubehörden auf allen Eben zeigten die immense Komplexität des „Dinosaurierprojektes B10-Ausbau“ mit enorm negativen Auswirkungen auf die Region, Klima und Biosphärenreservat Pfälzerwald.

Angesichts der angespannten Bundesfinanzen sagt die BI Queichtal: Der Neu-Straßenbau müsse auf den Prüfstand. Überall, wo noch keine Bauaufträge vergeben wurden, brauche es jetzt ein Moratorium und eine Bewertung, ob eine ohne Rücksicht auf die Klimakrise geplante neue Autobahn oder Bundesstraße noch verantwortbar und finanzierbar sei. Dazu gehören aus Sicht der BI Queichtal Planungen wie der B10-Ausbau mit Gesamtkosten von bis zu einer Milliarde Euro.

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