Hauenstein Auszeichnung für ein Schmuckstück der Museumswelt

Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck (links) zeichnete das Hauensteiner Schuhmuseum als „Museum des Monats“ aus, rechts Ortsbürge
Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck (links) zeichnete das Hauensteiner Schuhmuseum als »Museum des Monats« aus, rechts Ortsbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzender Michael Zimmermann.

„Der Preis macht uns stolz!“ Die Freude stand Hauensteins Ortsbürgermeister Michael Zimmermann am Dienstag ins Gesicht geschrieben, als Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck das Deutsche Schuhmuseum mit dem Titel „Museum des Monats September“ auszeichnete.

Zwar sind auch 1000 Euro Teil der Auszeichnung, doch das Geld stehe nicht im Vordergrund der Aktion des Kultusministeriums, so Hardeck. In erster Linie gehe es darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die großen Museen seien mit aufwendiger Werbung überall präsent, abseits dieser populären Einrichtungen gebe es jedoch viele „kleine Perlen“, die absolut sehenswert seien.

So auch das Hauensteiner Schuhmuseum, das sich die Auszeichnung einerseits wegen seiner äußerst gelungenen Neukonzeption und Umsetzung, aber auch wegen des unglaublich großen ehrenamtlichen Engagements verdient habe. „Das ist einzigartig nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern in ganz Deutschland“, lobte der Kulturstaatssekretär. Bemerkenswert sei darüber hinaus, wie weit man hier im digitalen Zeitalter angekommen sei, und spielte dabei auf die derzeit mehr als 4800 digital inventarisierten und über museum-digital.de einsehbaren Objekte der Hauensteiner Einrichtung an.

Kulturelle Infrastruktur stärker fördern

Zugleich sah Hardeck Handlungsbedarf seitens der Landesregierung: „Wir dürfen uns nicht nur auf das Ehrenamt verlassen, sondern müssen uns stärker um die grundsätzliche kulturelle Infrastruktur kümmern“, sagt er. Ein Ausblick, den Landrätin Susanne Ganster gerne aufgriff und auf die Notwendigkeit einer institutionellen Förderung hinwies, durch die Orte wie das Schuhmuseum dauerhaft unterstützt werden könnten.

Michael Zimmermann, neben seiner Funktion als Ortschef Hauensteins auch Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Deutsches Schuhmuseum, sah in der Auszeichnung durch das Ministerium eine Bestätigung der Arbeit vor Ort und dankte allen Ehrenamtlichen für ihre wertvolle Arbeit. „Das Bauhausgebäude von 1929 ist optisch wunderschön, aber mit seinen alten, denkmalgeschützten, einfach-verglasten Fenstern thermisch eine Katastrophe“, meinte Zimmermann. Jede Förderung könne man gut gebrauchen, zumal während der Umbauzeit die Kosten für viele Materialien durch die Decke gegangen seien und man ungeplant 200.000 Euro mehr habe ausgeben müssen.

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