Kreis Südliche Weinstraße Wenn die Grabpflege zum Problem wird

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Die Umgestaltung des Essinger Friedhofes soll in Teilabschnitten erfolgen. Darüber informierte Landschaftsarchitektin Bettina Krell (Oberotterbach) bei der Einwohnerversammlung am Donnerstagabend in der Dalberghalle.

Laut Krell habe sich die Bestattungskultur in den vergangenen Jahren so stark verändert, dass die Kommunen auf die Bestattungswünsche der Hinterbliebenen reagieren müssten. Sehr oft wohnten die Hinterbliebenen so weit entfernt von den Grabstätten, dass eine Pflege nach der Friedhofssatzung oft nicht mehr möglich sei. Der Trend bei den Bestattung gehe daher eindeutig in Richtung Urnen-, und Rasengräber oder anonyme Bestattungen. Die Eckpunkte einer Umgestaltung des Essinger Friedhofes seien allerdings noch nicht festgelegt, da der Gemeinderat bei diesem Projekt das letzte Wort habe. Auch seien Änderungswünsche und Anregungen seitens der Bürger erwünscht. Das Projekt soll je nach finanzieller Lage der Gemeinde in Teilabschnitten umgesetzt werden. Die Umsetzung könne erst nach den anstehenden Etatberatungen erfolgen, informierte Ortsbürgermeisterin Susanne Volz (FWG). Ratsmitglied Kuno Volz (FWG) berichtete von der angelaufenen Flurbereinigung. Nach seinen Ausführungen erstreckt sich die Flurbereinigungsfläche entlang der B 272 von Osten bis zur westlichen Gemarkungsgrenze bei Bornheim. Das Flurbereinigungsareal umfasst eine Fläche von 34 Hektar, davon entfallen 20 Hektar auf Weinbergsgelände und acht Hektar auf Ackergelände. Der Rest wird für Wege und vorgeschriebene Grün- und Ausgleichsflächen gebraucht. Die Maßnahme soll innerhalb von zwei Jahren abgewickelt werden. Das Projekt wird durch Teilnehmerbeiträge und Zuschüsse vom Land und der EU finanziert. Die Kosten liegen bei rund 500.000 Euro. Aufgrund der vielen Unfälle bei den Zufahrten der Wirtschaftswege auf die B 272 beabsichtigt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer, weiterhin deren Sperrung beizubehalten, so Volz weiter. Auf die Frage einer Bürgerin, wo die historische „Napoleonsbank“ verblieben sei, meinte Kuno Volz, dass diese aus Sicherheitsgründen im Essinger Bauhof zwischengelagert werde. Ortsbürgermeisterin Volz informierte anhand von Zahlen vom November über die Situation der Flüchtlingsbetreuung innerhalb der Verbandsgemeinde Offenbach. Danach lebten 2015 86 Asylsuchende in der VG Offenbach, deren Gesamtzahl zu Beginn dieses Jahres auf 122 Asylbewerber angestiegen ist. Asylsuchende kommen nach ihrer Information zufolge aus Afghanistan, Somalia, Bosnien, Eritrea, Pakistan, Russische Förderation, Syrien, Serbien, Montenegro, Kosovo, Armenien, Albanien, Algerien, Iran und aus Georgien. Über die Betreuung der Asylbewerber speziell in Essingen informierte der zweite Beigeordnete Frank Jordan (SPD), der auch Ortsbeauftragter für Flüchtlingsfragen ist. Seinen Ausführungen nach leben zurzeit 30 Asylsuchende im Ort, davon sieben Kinder, sieben Frauen und 16 Männer. 50 Prozent der Asylsuchenden kommen aus Syrien. Sie sind in zwei Häusern und zwei Wohnungen untergebracht. Die Integration im Ort verlaufe sehr gut, was ihm auch ein ehrenamtlicher Helfer bestätigt habe. Ratsmitglied Jordan lobte in diesem Zusammenhang das Engagement der Vereine und der Bürger. Besonders positiv wirke sich das monatliche „Erzähl-Cafe“ im Rathaus aus, wo sich Einheimische und Asylanten zum Meinungsaustausch treffen. Im weiteren Verlauf der Einwohnerversammlung informierte auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach, Axel Wassyl (parteilos), über die Investitionen der nächsten Jahre. Auf der Agenda steht unter anderem die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Essingen. (tr)

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