Kreis Südliche Weinstraße Was tun mit diesem ehrenwerten Haus?

Placeholder-Image

Wie sieht die Zukunft des Albertusheims in Ramberg aus? Es gab bisher einige Diskussionen – jedoch ohne Ergebnis. In einem zweiten Anlauf sind die Liste Freier Wähler (LFW) Frauen und LFW Männer am Montag mit ihrem gemeinsamen Antrag zur Errichtung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft gescheitert. Die Fraktionen wünschen sich Wohnraum für betreutes Wohnen im Albertusheim.

Sigrid Baumgarten-Figer und Jürgen Klos als Vorsitzende der beiden Fraktionen begründeten ihren Antrag mit dem Hinweis, dass das Albertusheim in der Hauptstraße, das seit fast 20 Jahren leersteht und seit rund fünf Jahren im Eigentum der Gemeinde ist, ihrer Ansicht nach ein geeignetes Gebäude für betreutes Wohnen sei, aber auch für andere Wohnformen mit verschiedenen Generationen. Um das umsetzen zu können, bedürfe es einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Ortsbürgermeister Jürgen Munz (RBL) betonte, dass zu dem Thema bei einer Einwohnerfragestunde im April kein einziger Vorschlag zur Zukunft des Albertusheims gemacht worden sei. Zum Antrag der beiden Fraktionen sagte Munz, dass eine Gemeinde von der Größenordnung Rambergs eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft nicht genehmigt bekäme. Eine Gemeinde dürfe nach den Vorschriften der Gemeindeordnung nur dann ein Unternehmen gründen, wenn dieses nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Gemeinde stehe. Munz verwies auf das Beispiel der Stadt Landau, die erst nach langem Hin und Her die Zulassung einer Wohnungsbaugesellschaft in Aussicht gestellt bekommen habe. Den einzigen Weg, um zum Erfolg zu kommen, sieht Munz in einem Investor, der erkennen würde, welche wunderbare Landschaft mit altersgerechten Wohnungen in Ramberg verbunden wäre. Die Meinung der LFW Männer und Frauen, dass im Albertusheim ein Arzt seine Praxis eröffnen könnte, bewertete Munz als „puren Populismus“. Wenn selbst nach den Einwohnerzahlen im doppelt so großen Albersweiler mit noch größerem Einzugsbereich als Ramberg von einem Arzt kein Nachfolger gefunden werden könne, sage dies doch alles. Munz erinnerte weiter daran, dass es bei der Schließung des Albertusheims vonseiten der Kirche Zukunftspläne gegeben habe, die aber von der damaligen Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt worden seien. Munz legte auch Wert auf die Feststellung, dass er bereits im März den Rat über Gespräche mit Bauträgern informiert habe, welche die verschachtelte Bauweise im Gebäude abgeschreckt habe. Zudem habe er mitgeteilt, den Dorfplaner mit der Erstellung eines Konzepts für dieses Gebäude zu beauftragen. Wie Munz auf Nachfrage der RHEINPFALZ bestätigte, hat der Rat am Montag ein Ingenieurbüro aus Karlsruhe mit einer Studie beauftragt, die Erkenntnisse über eine mögliche Nutzung des Albertusheims bringen soll.

Mehr zum Thema
x