Südpfalz
Neuer Picknick-Service mit Genuss-Paketen und Ausflugstipps
Bei strahlendem Sonnenschein sitze ich mit meinem Freund am Picknickplatz am Fuße der Kapelle auf der Kleinen Kalmit zwischen Ilbesheim und Arzheim. Wir stoßen mit unseren Weingläsern an und lassen den Blick über die Wälder und Weinberge streifen. Auf dem Holztisch vor uns warten allerlei Leckereien auf uns. Feinsäuberlich auf einem Brettchen angerichtet finden sich Baguette, Leberwurst, Streichkäse und zum Knabbern Gurke, Karotte und einige Gebäckteilchen. Daneben warten schon die beiden Törtchen zum Nachtisch auf uns. Ein Moment, um die Seele baumeln zu lassen.
Draußen mit Abstand zu anderen die Natur genießen und dabei trotzdem die örtliche Gastronomie unterstützen: Das ist die Idee hinter der neuen Picknick-Aktion des Vereins Südliche Weinstraße. 25 Gastgeber beteiligen sich. Bei ihnen kann man Picknick-Pakete mit regionalen und saisonalen Spezialitäten bestellen. Die Grundzutaten sind ähnlich, aber jeder Gastronom lässt sich etwas eigenes einfallen. Natürlich gibt es auch eine vegetarische Variante. „Jeder hat seine eigene Handschrift“, erklärt Uta Holz, Geschäftsführerin des Tourismusvereins. Zwei verbindende Elemente gibt es aber: eine Baumwolltasche für den Transport und ein Eichenholzbrett mit dem Logo des Vereins Südliche Weinstraße. Die Brettchen aus Eichenholz stellt die Schreinerei Röther aus Venningen her. Die Pakete sind ab 30 Euro für zwei Schlemmermäuler erhältlich und können bis zu zwei Tage vor dem Ausflug bestellt werden.
140 Picknickplätze erfasst
Wir holen unser Paket beim Weingut Siegrist in Leinsweiler ab. In einer Baumwolltasche mit dem Picknick-Logo der Südlichen Weinstraße sind die Leckereien verstaut. Das Essen stammt vom benachbarten Restaurant Redmann, mit dem das Weingut kooperiert. Jetzt geht’s hinauf zur Kleinen Kalmit. Dort befindet sich einer von 140 Picknickplätzen, die der Tourismusverein erfasst hat. Einige liegen an den bekannten Touristen-Hotspots, andere sind versteckt im Wald, mitten im Weinberg oder in einem verträumten kleinen Garten. Auf der Internetseite des Vereins SÜW findet man eine Auflistung aller Plätze samt Beschreibung und Fotos, dazu die passenden Paket-Anbieter und Tourenvorschläge in der Umgebung. Denn ein Picknick schmeckt ja am besten, wenn man es sich zuvor mit einer Wanderung oder einer Radtour verdient hat.
Der Weg zu unserem Picknickplatz ist nicht gerade beschwerlich, aber ein Rucksack wäre vielleicht doch keine schlechte Idee gewesen, merken wir jetzt. Mit Wein- und Wasserflasche und Co. ist der Beutel dann doch recht schwer. Die Sitzgruppe ist leicht zu finden. Laut Uta Holz sollen an allen Plätzen Hinweisschilder angebracht werden. An unserem ist aber noch keins.
Viel Hintergrundarbeit für Rundum-Paket
In der Aktion steckt eben ein ganzes Stückchen Arbeit, wie die Tourismuschefin weiß. „Die einzelnen Büros für Tourismus haben viel Hintergrundarbeit geleistet, damit das Ganze ein Rundum-Paket wird.“ Ende April hatte Holz die Idee den Vereinsmitgliedern vorgestellt. Seit Mitte Juni läuft die Aktion. Bei manchen sehr gut, bei anderen weniger.
Unser Picknick mundet uns auf jeden Fall super. Und durch die Brettchen und die Weingläser bekommt das Essen im Freien auch einen gewissen vornehmen Touch. Anders, als wenn man einfach Brot und Wurst selbst für unterwegs mitnimmt.
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