Kreis Südliche Weinstraße Mit dem Ruhestand ist die Ruhe weg

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Endlich den Ruhestand genießen, endlich tun, wozu man im Arbeitsleben nie gekommen ist: Die Theaterstörche Bornheim proben diesen Ruhestand ganz öffentlich. Aber: „Plötzlich war die Ruhe weg“. Das Ergebnis ist ab Samstag, 25. März, bei fünf Aufführungen im Dorfgemeinschaftshaus zu erleben.

Schon seit 40 Jahren gibt es die Theaterstörche. Das Stück „Ruhestand – und plötzlich war die Ruhe weg!“ stammt aus der Feder von Regina Rösch. Zum Inhalt: Julius Klein (Gustav Wünschel) ist in seiner Firma eine tragende Säule. Seine Gattin Therese (Renate Brosam), übrigens die einzige im Ensemble, die seit 40 Jahren dabei ist, versorgt Haus und Familie, betreibt nebenbei eine kleine Pension, liebt die Serie „Sturm der Liebe“ und den Kaffeeklatsch mit ihren Freundinnen Karola Brand (Eva Maria Müller) und Gisela Hirsch (Christina Weckenmann). Doch all das nimmt ein jähes Ende, als Ehemann Julius in den Ruhestand tritt. Gustav Wünschel läuft als „Haustyrann“ zur Höchstform auf. Aufopferungsvoll hat er für seine Frau und Tochter Renate (Nadine Schäfer) geschuftet. Schwer fällt ihm der Abschied von seiner treuen Sekretärin Lieselotte Schlüpfer (Enisa Licina). Seine Freunde, Erwin Hirsch (Harald Winkelblech) und Franz-Martin Brand (Wolfgang George), haben bereits Pläne, was sie nun mit dem frisch gebackenen Rentner alles unternehmen wollen. Doch weit gefehlt. Julius Klein will zuerst Haus, Garten und die nach seiner Einschätzung unwirtschaftlich geführte Pension sowie das gesamte „Lotterleben“ seiner Frau auf Vordermann bringen. Die Erziehung der Tochter hat mit deren Zuneigung zum ewigen Studenten Stefan Seubert (Jens Obenland) als „Verdachtsschwiegersohn“ geendet. Ehefrau Therese schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Auch bei den Freundinnen ist zu Hause nichts mehr, wie es einmal war. Denn angespornt von Julius und dessen Seminarkollegen Karl Mai (Bernd Winkelblech) beginnen nun auch Erwin und Franz-Martin mit der „Optimierung“ der Ehefrauen. Die Nerven liegen blank, als die kleine Pension zu einem Western-Saloon mit Theaterbühne umgebaut wird und die Damen gezwungen werden, als Cowboy und Indianer auf Holz-Pferden durch den „Grand Canyon“ zu reiten. Ob das alles gut geht? Unter der Regie von Bernd Winkelblech glänzen die Schauspieler, die anfänglich einmal die Woche, mittlerweile jeden Abend auf der Bühne proben, nicht nur durch mitreißende Spielfreude, sondern durch komödiantisches Talent. Wünschel zu sehen, wie er als Macho die Tapete als „Luder“ beschimpft, ist ebenso lustig wie die Grimassen seiner Ehefrau. Die Theaterstörche, bei denen Lina Frankmann und Inge Niewels als Souffleusen den Akteuren auf die Sprünge helfen sowie Christel Coletta für die Maske verantwortlich zeichnet, haben sowohl bei der Auswahl des Stückes als auch bei der Besetzung der Rollen den Geschmack des Publikums getroffen und bieten bei einem perfekt aufgebauten Bühnenbild und turbulenter Handlung eine perfekte Unterhaltung. Die Umsetzung des Themas „Eintritt in den Ruhestand“ greift mit Augenzwinkern alle gängigen Klischees auf, und wer bei Loriots „Papa ante portas“ geschmunzelt hat, wird sich bei dieser Variante vor Lachen nicht mehr halten können. Info Das Stück wird am Samstag, 25. März, 20 Uhr (ausverkauft), Sonntag, 26. März, 19 Uhr, Freitag, 31. März und Samstag, 1. April (ausverkauft), jeweils 20 Uhr, und Sonntag, 2. April, 19 Uhr, aufgeführt. Kartenvorverkauf ist Sonntag, 26. März, 11 bis 12 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus. |som

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