Altdorf RHEINPFALZ Plus Artikel Kreiselbau in Altdorf: Wie das Rund den Verkehr im Gäu verändern soll

Momentan ist das einspurige Passieren der Baustelle relativ unproblematisch.
Momentan ist das einspurige Passieren der Baustelle relativ unproblematisch.

Für Ausflügler aus der Vorderpfalz oder dem Badischen ist es eine beliebte Alternative zur vielfrequentierten B 272: über die B 39 an Hanhofen vorbei, durch Neustadt-Geinsheim, dann auf die K 6 in Richtung Edenkoben. Doch bei Altdorf gibt es derzeit eine Engstelle – und deswegen Wartezeiten.

Genau in Höhe der Firma Ermer machen ungezählte weiß-rote Baken darauf aufmerksam, dass hier gebaut und verändert wird. Seit Mitte Mai sind am östlichen Ortseingang Arbeiten der Firma Faber aus Alzey im Gange. Für einen Kreisel, der einerseits das Neubaugebiet „Rechts der Speyerer Straße“ erschließen, außerdem dafür sorgen soll, dass der aus Richtung Gommersheim kommende Verkehr gedrosselt wird. In einem Aufwasch werden mit einem der vier Arme zusätzliche Gewerbeflächen angebunden. Rund 3500 Fahrzeuge passieren laut Zählungen diese Stelle täglich, was auch mit dem Ausflugsverkehr in Richtung Edenkoben und Haardt zusammenhängt.

Seit 15 Jahren gibt es Überlegungen für einen Kreisel dort, wie Ortsbürgermeister Helmut Litty auf Anfrage erklärt. Doch immer wieder wurde das Projekt von den Planern auf die lange Wartebank geschoben. Nun ist es soweit, nachdem der Gemeinderat einstimmig dafür gestimmt hat. Die Firma Faber hat mit einem Angebotspreis von 621.000 Euro den Zuschlag bekommen. Der Anteil der Ortsgemeinde Altdorf beläuft sich laut Dorfchef auf etwa 552.000 Euro.

Technische Störung bei Ampel sorgt für Stau

Derzeit wird dem südlichen Teil des Kreisels der Boden bereitet. Die dortige Fahrbahn ist ausgekoffert, an Metallstangen befestigte Schnüre künden vom zukünftigen Verlauf der Trasse. Neben den Straßenbauarbeiten werden gleichzeitig Wasser- und Abwasserleitungen verlegt. Außerdem sind ein neuer Bodenbelag und Straßenlaternen fällig. Die Installation der 4,50 Meter hohen Leuchten übernimmt die Pfalzwerke AG für rund 18.000 Euro.

Rund drei Monate sind für den Kreiselbau veranschlagt. Momentan ist das einspurige Passieren der Baustelle relativ unproblematisch. Eine Ampel regelt den Verkehr. Die Wartezeiten halten sich im Rahmen. Bis auf den Tag, als eine technische Störung bei der Anlage für Dauerrot und lange Staus gesorgt hatte, wie Helmut Litty berichtet. Die wartenden Autofahrer hätten sich dann selbst geholfen und geregelt, um das Problem zu lösen. „Doch ansonsten läuft der Verkehr reibungslos“, erklärt der 68-Jährige.

Vollsperrung ab Ende Juli

Doch es wird auch eine Zeit geben, in der es an dieser Baustelle kein Vorbei mehr gibt. Und zwar ab dem 27. Juli, wenn die Arbeiten eine Vollsperrung unumgänglich machen. Dann greift eine Umleitung über Freimersheim, Freisbach und Gommersheim – und umgekehrt. Drei Wochen wird diese Phase dauern, wenn alles nach Plan läuft. Dann müssen Autofahrer mehr Zeit und auch einen höheren Spritverbrauch einplanen.

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