Kreis Südliche Weinstraße Jörg Sigmund bleibt Kreisjagdmeister

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Der Alte ist auch der Neue: Die Jäger der Kreisgruppe Südliche Weinstraße im Landesjagdverband Rheinpfalz sowie Vertreter der Grundeigentümer wählten Jörg Sigmund (Eußerthal) am Freitagabend im Haus des Gastes in Bad Bergzabern einstimmig für fünf weitere Amtsjahre zum Kreisjagdmeister des Kreises SÜW und der Stadt Landau.

Der 54-jährige Forstbeamte bekleidet das Amt seit 2006, war zuvor ab 2000 als stellvertretender Kreisjagdmeister tätig. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde sein Stellvertreter Paul Hammer (Böchingen). Er wurde 2011 erstmals in dieses Amt gewählt. Sigmund und Hammer werden noch offiziell als Ehrenbeamte ernannt. Sigmund, der auch die Glückwünsche von Kreisbeigeordnetem Helmut Geißer (FWG, Schweigen-Rechtenbach) als dem zuständigen Dezernent entgegennehmen durfte, fungiert als Vorsitzender des Jägerprüfungsausschusses und des Jagdbeirats. Er ist in allen die Jagd betreffenden Fragen Ansprechpartner der Unteren Jagdbehörde und zugleich Ansprechpartner der Jägerschaft – somit Bindeglied zwischen Jägern und Verwaltung. Er die Tiere in 130 Revieren und fünf Hegeringen im Blick. Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe befasste sich Vorsitzender Klaus Walter (Niederhorbach) mit dem Novellierungsentwurf des Bundesjagd- und Bundeswaldgesetzes. Darin werden die Inhalte der Jägerausbildung und der Prüfung neu definiert, wobei insbesondere das Fach Wildbrethygiene eine größere Gewichtung erfährt. Als einen Erfolg für den Landesjagdverband sieht Walter, dass Jäger nun einfacher Schalldämpfer für die Jagd erwerben können. In monatelangen Bemühungen des Landesjagdverbandes sei eine pragmatische Genehmigungsregelung auf den Weg gebracht worden. Walter: „Sie ist ein richtiger Schritt zu höherem Gesundheitsschutz bei der Jagdausübung.“ Ein weiteres Thema war die Anbringung von Wildwarnreflektoren an Leitpfosten. Diese reflektieren das Licht von Autoscheinwerfern in Waldrichtung blau, was für Wildtiere eine abschreckende Signalfarbe ist. Zudem ging es um den Verzicht auf Bejagung von Rebhühnern und dem Aufruf zum Rebhuhn-Monitoring. Walter begrüßte, dass die Kreisgruppe mittlerweile ein eingetragener Verein ist. Er kündigte an, dass mit dem Schießnachweis als Pflicht der Schießstand in Landau mit einer Investition von rund 30.000 Euro aufgerüstet werden müsse. „Revierübergreifenden Drückjagden“ seien notwendig. Der milde Winter und die zum Teil jetzt schon sehr hohen Schwarzwildbestände deuteten darauf hin, dass im Jagdjahr 2016/17 mit noch größeren Populationen und einer Zunahme der Schäden zu rechnen sei. In seinem Jagdbericht sprach Kreisjagdmeister Sigmund von bisher 1861 gemeldeten Sauen. Davon waren 258 Keiler, 148 Bachen, 485 Überläuferkeiler, 417 Überläuferbachen, 225 Frischlingskeiler und 328 Frischlingsbachen. Die Quote liege damit um zehn Prozent über dem Vorjahr. Beim Rotwild sei es im abgelaufenen Jagdjahr zu einer geringeren Strecke gekommen. Von 135 Tieren seien sieben Hirsche der Klasse II, 30 Hirsche der Klassen III.1 und III.2 sowie 18 Alttiere, 32 Schmaltiere und 48 Kälber gewesen. Es sei kein einziger Hirsch der Klasse I zur Strecke gekommen. Die aktuelle Rehwildstrecke betrage 1839 Tiere, 931 männlich und 908 weiblich. Beim Niederwild müsse von weiter rückläufigen Streckenergebnissen ausgegangen werden. Eine heftige Debatte löste die Nachricht aus, wonach die Kreisverwaltung künftig Gebühren für die Genehmigung von Kirrungen und für deren Beseitigung erheben werde. Ehrungen —Ehrennadel in Silber des Deutschen Jagdverbandes: Norbert Bodenseh (Offenbach), Matthias Motz und Robert Schmitzer (beide Landau). —Ehrennadel in Silber des Landesjagdverbandes: Rudi Baum (Lustadt), Peter Gerlach (Schweigen-Rechtenbach), Heinz Klein (Ramberg), Hagen Lindemeyer (Impflingen), Manfred Marz, Stefan Schölch, Hans Jürgen Weyand (alle Landau), Jörg Sigmund (Eußerthal), Peter Silbernagel (Wollmesheim), Wolfgang Zimmermann (Birkenhördt), Gunter Doppler (Offenbach). —50 Jahre Mitgliedschaft: Hans Decker (Böchingen), Werner Friebis (Venningen), Gerhard Landes (Wörth), Reinhold Volz (Essingen), Gerhard Seibel (Hauenstein), Burkhard Haus (Landau), Wendelin Ziegler (Maikammer) und Georg Kost (Berg). —40 Jahre: Rolf Michel (Offenbach), Norbert Heraucourt (Gom-mersheim), Thomas Baiersdörfer (Albersweiler), Michael Berthold (Annweiler), Walter Trauth (Herxheim) und Hans Jung (Böllenborn). —15 Jäger wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. (som)

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