Kreis Südliche Weinstraße Haushalt: Mehr Geld trotz stabiler Umlage

Offenbach. Es muss den Mitgliedern des Verbandsgemeinderats Offenbach am Dienstagabend nicht schwer gefallen sein, dem Haushaltsentwurf für das laufende Jahr zuzustimmen. Die Zahlen sind prächtig im Vergleich zu anderen Verbandsgemeinden. Doch nun stehen große Projekte an – und die sind nicht gerade billig.
Einstimmig bei einer Enthaltung: Mit diesem Ergebnis hat der Verbandsgemeinderat Offenbach den Haushalt 2017 abgesegnet. Und der ist gut aufgeräumt. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Plus von rund 2600 Euro, der Finanzhaushalt ist ausgeglichen. Die Gemeinde Offenbach hat einen Steuerkraftzuwachs von 25 Prozent, Bornheim von 4,5 Prozent. Das bedeutet, dass bei einer gleichbleibenden Verbandsgemeindeumlage von 34,5 Prozent trotzdem 11 Prozent mehr aufs Verbandsgemeindekonto fließen als im Vorjahr – insgesamt sind es 5,2 Millionen Euro. „Wir gehen zwar wichtige Infrastrukturprojekte an, sind aber dennoch zuversichtlich, auch künftig ausgeglichene Haushalte präsentieren zu können, wenn die wirtschaftliche Lage stabil bleibt“, sagte Bürgermeister Axel Wassyl (parteilos). Karl Keilen sagte für die CDU, es würden wichtige Investitionen getätigt, auch deshalb stimme seine Fraktion dem Haushalt zu. Er hoffe aber, dass die Umlage gleich bleibe. Kuno Volz (FWG) stimmte ebenfalls dem Zahlenwerk zu. Er glaube aber nicht daran, sagte er, dass die Verbandsgemeindeumlage wegen der Großprojekte noch lange stabil gehalten werden könne. Otmar Dietz (SPD) befand wiederum, der Haushalt sei makellos. Investieren wird die Verbandsgemeinde 2,5 Millionen Euro, rund 1,8 Millionen müssen am Kreditmarkt aufgenommen werden. Sie fließen unter anderem in die Planungskosten für den Neubau des Rathauses (466.000 Euro), die Sanierung der Grundschulen in Offenbach (540.000 Euro) und Dammheim (148.000 Euro) und in die Erneuerung des Foyers der Queichtalhalle (200.000 Euro). Der Rat verständigte sich darauf, eine zusätzliche Filteranlage im Zuge der Beckensanierung des Queichtalbads einbauen zu lassen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Wasserhygiene auch an Tagen gewährt ist, wenn mehr als 3200 Menschen das Bad besuchen. |ansc